Travel

Ecuador | Tag 19 | Galapagos-Inseln - North Seymour und der letzte Abend

Der letzte Tag vor der Abreise hat begonnen. Es ist so schade, dass wir die Galapagos-Inseln bald schon wieder verlassen. Aber zum Abschluss wartet noch einmal ein toller Höhepunkt auf uns. Mit dem Boot machen wir uns auf den Weg nach North Seymour. Einer der vielen Inseln. Schon als wie näher kommen, sehen wir, dass die Regenzeit beinahe vorbei ist. Die Bäume sind bereits knochig, so gut wie keine Blätter mehr. Nur noch an einzelnen Stellen findet sich etwas Grün.

Als wir über die Insel laufen, begegnet uns wieder eine fantastische Tierwelt. Blaufußtölpen, Fregattvögel und jede Menge süße Echsen. Es ist so ein toller Anblick und irgendwie unfassbar, dass die Tiere überhaupt keine Angst vor Menschen haben. Die Vögel nisten direkt neben dem Wegesrand und eine Blaufußtölpelfamilie putzt den Nachwuchs. Wir genießen noch einmal jeden Moment auf diesem faszinierenden Fleckchen Erde.

Nach unserem Besuch der Insel geht es noch einmal ab ins Wasser zum Schnorcheln. Jede Menge bunte Fischschwärme tauchen unter uns herum. Vereinzelt lässt sich auch wieder ein Seelöwe blicken. Ein wunderbares Erlebnis...

Danach machen wir uns mit dem Boot wieder zurück Richtung Santa Cruz. Im Puerto Ayora spazieren wir nochmal durch den Ort und finden einen kleinen Strand. Er ist echt winzig, aber wirklich schön. Natürlich werden die Felsen rundherum von den roten Krabben bevölkert.

Auf dem Rückweg lassen sich an einer kleinen Bootsanlegestelle wieder einige Meerechsen blicken. Sie genießen die abendliche Sonne und die letzte Wärme des Tages, bevor sie dann im Gebüsch verschwinden.

Auch wir machen uns auf den Weg zurück zum Hotel, natürlich mit einem Stopp zum leckeren Abendessen vom Grill. Aber ganz ist der Tag damit noch nicht vorbei. Wir laufen zum anderen Ende des Ortes zum Hafen. Wir haben gehört, dass sich dort abends jede Menge kleine Haie tummeln und man mit ein bisschen Glück auch Meeresschildkröten sehen können. Und tatsächlich: viele kleine Haie und tatsächlich auch eine Meeresschildkröte. Ein Wahnsinnsanblick dieser eleganten Tiere. Scheinbar schwerelos gleitet sie durch das Wasser, taucht ab und zu auf, bevor sie dann wieder in der Dunkelheit verschwindet. Einen schöneren Abschluss unserer Reise hätten wir uns gar nicht wünschen können! Und dennoch sitzen wir am nächsten Morgen etwas wehmütig auf unserem Boot, der uns zur Insel Baltra bringt, von wo aus unser Flieger zurück Richtung Heimat geht...

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 18 | Galapagos-Inseln - Riesenschildkröten & Co

Am nächsten Morgen machen uns mit der Fähre auf den Weg nach Santa Cruz. Einer weiteren Insel, wo wir die letzten zwei Nächte unserer Reise verbringen. Die sogenannte Fähre war allerdings nicht mehr als eine Motor-Yacht, die vollgestopft wurde mit Touristen. Die gut zwei Stunden dauernde Überfahrt war echt nicht ohne, zumal ich nur einen Platz draußen in der prallen Sonne abekommen habe. Aber irgendwann haben wir auch das geschafft.

Wir haben dann einen Ausflug ins Hinterland gemacht zu einer Hacienda, die direkt an einem Nationalpark liegt, in dem sich unzählige Riesenschildkröten tummeln. Sie haben sich auch auf dem Gelände der Hacienda breit gemacht. Ein toller Anblick dieser stillen alten Riesen. Echt beeindruckend!

Nach unserer Rückkehr zum Hotel hatten wir den Rest des Tages frei. Wir sind durch Puerto Ayora gelaufen, vorbei an einem kleinen Fischstand, der von Pelikanen und Seelöwen bevölkert wird, wenn gerade wieder Fischer angekommen sind. Dieser völlig "normale" Zustand ist ein echtes Erlebnis.

Wir laufen noch ein bisschen weiter Richtung dem Darwin-Zentrum, vorbei an einem Friedhof, der mit bunten fröhlichen Graffitis umgeben ist. Auf dem Rückweg mussten wir dann doch auch wieder einen Stopp am Fischstand machen. Diesen Treiben aus Menschen und Tieren ist einfach zu schön, um einfach dran vorbei zu gehen. ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 16+17 | Galapagos-Inseln - das Paradies

Es ist soweit. Wir verlassen das Festland und machen uns auf den Weg zu den Galapagos-Inseln. Ein lang ersehntes Highlight der Reise. Allerdings verlief der Start nicht ganz wie geplant. Wegen technischer Probleme musste unser Flieger recht schnell umkehren und wieder in Guayaquil landen. Glücklicherweise sind wir heil gelandet und nur eine halbe Stunde später brachte uns ein Ersatzflieger dann sicher zur Insel San Cristobal, wo wir die ersten zwei Nächte verbrachten. Da wir lange genug gesessen haben, sind wir dann auch mal eben die 10 Minuten vom kleinen Flughafen zum Hotel gelaufen. Hat man auch nicht alle Tage. ;-)

 

Wir haben den Tag entspannt mit einem Spaziergang durch den Ort verbracht. Doch auch das war schon aufregend genug. Kaum an der Strandpromenade angekommen, begrüßten uns unzählige Seelöwen. Eigentlich "sollen" sie ja nur den Strand bevölkern, aber das war denen egal. Auch auf der Strandpromenade bevölkerten sie den Gehweg und die Bänke. Was für ein Anblick. Wahnsinnig toll! Die Tiere zeigte keinerlei scheu und es war toll, sie zu beobachten.

 

Am nächsten Tag machten wir uns gleich früh morgens auf zu einer kleinen Wanderung durch den Nationalpark. Wir haben die perfekte Reisezeit ausgesucht. Kurz vor Beginn der Trockenzeit war die Landschaft zwischen den schwarzen Lavasteinen noch saftig grün. Immer wieder huschten kleine Echsen hin und her, bevor wir eine schöne einsame Bucht erreichten. Einfach ein Paradies...

Und dann haben wir sie entdeckt: die schwarzen Meerechsen, die es nur auf den Galapagos-Inseln gibt. Sie wirken wie kleine neugierige Urzeit-Monster. Sie ließen sich auch von uns Touristen überhaupt nicht stören und kamen auch mal direkt auf einen zu. Was für ein tolles Erlebnis.

 

Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Am Nachmittag fuhren wir mit Boot auf die winzige unbewohnte Insel Lobos. Kaum waren wir angekommen watschelten jede Menge Blaufußtölpel umher. Meine Güte, sind die süß mit ihren quietschtürkisen Füßen. Auch hier merkt man, wie intakt die Natur ist. Sie zeigten keinerlei Scheu, sie haben noch nie schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und sehen deshalb auch keine Gefahr in uns. Hier sorgen die offiziellen Parkführer dafür, dass das auch so bleibt. Nur mit einem Führer darf man überhaupt diese Insel und alle Nationalparks der Galapagos-Inseln betreten. Man darf außerdem nicht näher als zwei Meter an die Tiere heran und nur auf den markierten Wegen laufen. Wenn aber ein Seelöwe oder Blaufußtölpel mitten auf dem Weg liegt, ist das Abstandhalten manchmal aber gar nicht mehr möglich. ;-)

 

Anschließend gab es eine Premiere für mich: wir waren in der Bucht nahe der Insel Lobos schnorcheln. Ich habe das noch nie zuvor gemacht, aber es war ein tolles Erlebnis. Die Seelöwen sind lustig um uns herum geschwommen. Sie hatten sichtlich Spaß, direkt auf uns zuzuschwimmen und dann kurz vorher abzudrehen. Ein unvergesslicher Tag, den wir bei den Seelöwen an der Strandpromenade von San Cristobal haben ausklingen lassen...

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 15 | Die große Karfreitagsprozession in Quito

La procesión de Jesús del Gran Poder

Quito zeigt sich während der Osterwoche, der Semana Santa, von seiner spirituellen Seite. Eine Woche lang gibt es unzählige religiöse Feierlichkeiten. Den Höhepunkt bildet schließlich die große Karfreitagsprozession durch Quito - La procesión de Jesús del Gran Poder.

Sie tragen schwere Kreuze, Kakteen und Stacheldraht auf blanker Haut oder hüllen sich in Cucuruchos, der lila Kleidung mit einer langen spitzen Kapuze, die nur die Augen freilässt. Einige tausend Ecuadorianer nehmen an der Prozession durch die Altstadt teil, um Buße zu tun. Einige bestrafen sich selbst, sie schlagen sich mit Peitschen auf den Rücken.


Seit 1961 findet die Prozession jedes Jahr in Quito statt, die Tradition gibt es jedoch bereits seit dem 16. Jahrhundert. Man gedenkt dem Leiden Jesu auf seinem Kreuzweg. Die Prozession ist ein großes Spektakel, das unzählige Besucher anlockt. Bereits mehrere Stunden vor der Prozession sichern sich Einheimische und Touristen die besten Plätze entlang der Strecke durch die Altstadt. Niemand will etwas verpassen, alle wollen die Jesus-Statue aus der Iglesia de San Francisco sehen, die am Ende des Prozessionszugs durch die Straßen getragen wird.


Es dauert lange, bis alle Prozessionsteilnehmer die Kirche San Francisco verlassen und sich auf den Straßen der Altstadt formiert haben. Unwissende würden meinen, die Prozession hätte begonnen. Doch tatsächlich formieren sich die Teilnehmer ganze zwei Stunden, um dann durch die Straßen zu ziehen. Es ist laut, die Leute staunen und reden lautstark, viele sind ergriffen. Doch plötzlich wird es kurz still und die ecuadorianische Nationalhymne ertönt. Voller Inbrunst singen Teilnehmer und Besucher mit.
Dann startet der eigentliche Prozessionszug. Eine scheinbar endlose Menschenmenge zieht durch die Straßen. Die lila Cucuruchos säumen das gesamte Bild. Zwischen ihnen Teilnehmer mit schmerzerfüllten Gesichtern. Sie tragen schwere Kreuze, binden sich Kakteen auf den Rücken. Manche tragen dicke schwere Eisenketten um die Fußgelenke. Man sieht ihnen an, wie schwer der Weg ist.
Am Ende des Prozessionszugs bilden vier große Statuen aus der Kirche San Francisco den krönenden Abschluss.

 

Maria wird am meisten verehrt. Als ihre Statue vorbeigetragen wird, ist die Ehrfurcht zu spüren. Während sich die ganze Zeit laut unterhalten wurde, ist es auf einmal ruhig. Viele beten, manche haben Tränen in den Augen. Immer wieder werfen Frauen Rosenblätter auf die Statue. Man bekommt unweigerlich Gänsehaut in diesem Moment.


Als letzte Statue wird Jesus durch die Straßen getragen, extrem bewacht durch unzählige Polizisten. Es bildet sich schnell ein Pulk neben und hinter der Statue. Jeder möchte Jesus begleiten und niemand weicht auch nur einen Millimeter von seiner Seite. Der Andrang gleicht beinahe einer Massenpanik. Sie schieben sich weiter durch die engen Gassen – und werden einige Stunden später doch unbeschadet wieder an der Iglesia de San Francisco ankommen. Glückselig, dass sie den Weg geschafft haben.

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 13+14 | Vom idyllischen Mindo ins trubelige Quito

Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Quito, Ecuadors riesige Hauptstadt. Vorher sind wir aber noch einmal ganz idyllisch im Grünen. Während die andere Leute aus der Reisegruppe durch die Natur gelaufen sind, habe ich mich bei den Kolibris auf die Lauer gelegt. Wieso sind die Viecher nur immer so schnell? Aber ein paar hübsche Exemplare habe ich dann doch mit meiner Kamera erwischt.

Weiter auf dem Weg nach Quito machen wir einen Stopp am Äquator. Mit viel Liebe zum Detail hat man auf der Äquatorlinie einen kleinen Erlebnispark mit Experimenten errichtet. Man kann rohe Eier auf einem Nagel platzieren oder direkt auf der Linie des Äquators entlang laufen und denkt, man ist betrunken, weil man sich irgendwie nicht auf der Linie halten kann. Irgendwas mit Schwerkraft und so... ;-)

In Quito angekommen besichtigen wir am Nachmittag zu Fuß die Altstadt und fahren (zum Glück!) hoch auf einem Berg, von wo aus man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Berge hat. Da sieht man erst die Ausmaße, die die Stadt hat. Echt beeindruckend...

Wir freuen uns schon riesig auf den nächsten Tag. Die große Karfreitagsprozession stand an, die wir uns natürlich nicht engehen lassen wollten. Also bleibt gespannt... ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 12 | Nebelwald und Kolibris in Mindo

Auf den Ladeflächen von Jeeps geht es hoch in die Berge bei Mindo. Natürlich regnet es gerade wieder etwas, als wir eine kleine Gondel besteigen, die uns über eine Schlucht tief in den Nebelwald führt. Aber so zwischen den ganzen Bäumen sind wir gut geschützt. Wir laufen einen kleinen Pfad im Nebelwald entlang. Vorbei an kleinen Wasserfällen, um uns herum nichts als saftiges Grün, ein paar Raupen und sich fortpflanzende Käfer. ;-)

Eine schöne entspannte Tour - wenn nur der Regen nicht immer stärker werden würde. Und so machen wir uns langsam aber sicher auf den Weg zurück Richtung Seilbahn. Kaum sind wir auf der anderen Seite und klettern auf die Jeeps, lässt der Regen wieder nach. Tja, so ist die Regenzeit hier in den Bergen...

Den Rest des Tages haben wir frei und uns zieht es zu diesem romantischen Garten in Mindo, in dem es Dank einiger Futterstationen unzählige Kolibris gibt. Wir legen uns auf die Lauer und kriegen auch tatsächlich den ein oder anderen Kolibri scharf vor die Kamera. Die Viecher sind so verdammt schnell, eine echte Herausforderung.

Ebenfalls in dem Garten gibt es ein Haus - eigentlich eher eine Art großes Zelt - voller Schmetterlinge. Wahnsinn, wieviele verschiedene hier herum schwirren. Auf fast jedem Blatt sitzt ein Schmetterling - und natürlich fliegen sie wild durch die Gegend. Dieses Schmetterlingshaus lässt die riesige Artenvielfalt im Nebelwald erahnen. Einfach ein Paradies... :-)

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 11 | Einstudierte Schule & authentischer Friedhof

Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Süden Richtung Mindo. Doch vorher gibt es natürlich noch ein bisschen was zu sehen. Im kleinen Dorf Peguche besuchen wir eine Schule, in der fast nur Kinder der Indigenen gehen. Man erkennt sie an ihren Trachten. Die Mädchen tragen schöne Kleider - wenn sie gerade keine Schuluniform anhaben. Die Jungs haben den für die Indigenen typischen langen geflochtenen Zopf. Tragen oft Hüte und immer weiße Hosen und weiße Schuhe.

Als wir bei der Schule ankommen, merken wir allerdings sehr schnell, dass alles für die Touristen einstudiert wirkt. Wir werden in ein Klassenzimmer geführt. Und zufällig hat ein Mädchen statt der Schuluniform die typische Tracht der Indigenen an. Sie wird uns quasi "vorgeführt". In der Sporthalle wird uns Musik vorgespielt und einige Kinder tanzen. Wirklich authentisch wirkte dieses Programm leider nicht. Als die Tanzaufführung vorbei war, begann gerade die Pause. Die Kinder rannten wild draußen herum und bevölkerten den Spielplatz. Jetzt endlich konnten wir die Kinder auch mal ganz normal und authentisch beobachten, wie sie ganz einfach Kinder sind...

Nach einem kurzen Stopp bei einer Weberei fahren wir Richtung Otavalo. Dort haben wir einen Friedhof der indigenen Bevölkerung, den Quechua, besucht. Sie haben ihre ganz eigene, für uns ungewöhnliche, Tradition. Jeden(!) Montag und Donnerstag besuchen die Indigenen ihre Verstorbenen auf dem Friedhof. Sie bleiben mindestens einen halben Tag dort. Sie bringen Essen für sich, für ihre Verstorbenen und für die anderen Besucher des Friedhofs mit. Sie picknicken an den Gräbern und erzählen den Verstorbenen, was so passiert ist und Geschichten, die sie gemeinsam erlebt haben. Für die Indigenen leben die Verstorbenen weiter, also wird gemeinsam gegessen und Zeit miteinander verbracht. Und scheinbar stellen sich die Indigenen voll und ganz darauf ein. An zwei Tagen in der Woche gehen sie nicht arbeiten, sondern verbringen die Tage auf dem Friedhof. Eine schöne Tradition.

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 10 | Laguna Cuicocha

Am Morgen geht es los zur nächsten Wanderung um den Kratersee Laguna Cuicocha. Doch auf dem Weg dahin macht sich die Karwoche bemerkbar. Ostern ist nicht mehr lange hin. In einem Dorf findet gerade eine Prozession zur Kirche statt. Also halten wir spontan an und schauen dem Treiben zu. Die Leute sind festlich gekleidet und lassen die Kirche überquellen. Die Vorfreude auf die Karfreitagsprozession in Quito in ein paar Tagen steigt.
Danach geht es in Jeeps hoch zum Ausgangspunkt für unsere Wanderung. Nach ein paar Metern eröffnet sich dieser grandiose Blick auf den See. Zwei Inseln mitten im quietschblauen See. Herrlich!
Wir wandern rund vier Stunden, machen mittags bei toller Aussicht ein Picknick mit unseren selbstgemachten Sandwiches und genießen die tolle Landschaft. Das Dosenbier aus dem Kiosk am Parkplatz war am Ende lecker wie nie. ;-)
Nachmittags fahren wir dann zurück zur Hacienda und springen eine Runde in den Pool. Den Rest des Abends verbrachten wir sehr entspannt im Innenhof des Haupthauses dieser schönen Anlage, bevor wir totmüde ins Bett gefallen sind. 
mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 8&9 | Papallacta, Otavalo und Ibarra

Wir verabschieden uns morgens noch einmal von den hübschen Papageien im Garten der Lodge in Misahuallí. Es war echt schön hier. Aber weiter gehts!

Wir machen uns mit dem Bus auf den Weg nach Papallacta. Wir machen keine großartigen Stopps zwischendurch, sodass wir schon am Nachmittag ankommen. Papallacta ist eigentlich kein Ort. Das örtliche Hotel ist quasi der Ort. Mehr gibt es dort nicht. Dafür ist das Hotel umso schöner. Direkt vor den etwas schiefen Holzbungalows sind heiße Thermalquellen. Es dampft überall. Das Abendprogramm steht fest!

Aber vorher machen wir noch eine kleine Wanderung. Die Natur drumrum ist wirklich toll. Entlang dem Papallacta-Fluss lässt die ständige Feuchtigkeit die Natur einfach mystisch aussehen. Als wir uns gerade zurück Richtung Hotel machen wollen, sehen wir auf einmal Kolibris umherschwirren. In freier Natur - ohne künstliche Futterstationen. Wir legen uns auf die Lauer und haben Glück. Wir haben die ersten Kolibris vor der Linse. Jippieh!

Spät am Abend, es war ziemlich kalt draußen, sind wir dann in die heißen Quellen "gesprungen". Es war perfekt, um gut gewärmt ins Bett zu fallen.

 

Am nächsten Tag steht erstmal Shoppen auf dem Programm. Wir fahren nach Otavalo - dort gibt es einen der größten Handwerkermärkte. Nicht nur der große Platz, sondern auch die ganzen Straßen sind voll mit Verkaufsständen. Es gibt Klamotten, Schmuck, Tücher, Obst und Gemüse, Souvenirs und vieles vieles mehr. Also alles was Frau braucht... ;-)

Nachmittags geht es weiter Richtung Ibarra. In Salinas steigen wir in einen Zug um, den "Tren de la Libertad", der uns das letzte Stück bis nach Ibarra bringen soll. Da wir bis zur Abfahrt noch Zeit hatten, haben wir Salinas erkundet. Das ist wirklich ein verschlafenes Nest, wo wahrscheinlich nie ein Tourist vorbeikommen würde, wenn es die Bahnstation nicht gäbe. Sowas ist ja wieder voll mein Ding.

Die Zugfahrt entpuppte sich leider als pure Touristenattraktion. Der Zug wird nur für Touristen eingesetzt. Einheimische fahren nicht mit dem Zug. Es gibt auch keine anderen Züge in Ecuador. Okay, die Landschaft war schön, aber es war dann doch irgendwie einfach nicht authentisch. Da war vorher Salinas, das Nest, spannender. ;-)

Zum Ende des Tages fahren wir zur Hacienda Chorlavi, unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Boah, was für eine schöne alte Anlage. Toll gepflegte Gärten, großzügig - und - unser Highlight - eine Tischtennisplatte in der alten Hahnenkampfarena. Wir hatten sehr viel Spaß! :-D

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 7 | Mit Gummistiefeln in den Dschungel

Wir sind im Amazonas-Tiefland in Misahuallí. Gleich morgens schlüpfen wir in die Gummistiefel. Unser Plan für heute ist eine Wanderung durch die unberührte Natur des Dschungels. Warum wir dafür Gummistiefel brauchten, wurde uns schnell klar. Als wir uns auf den Weg machten, schüttete es wie aus Eimern. Dementsprechend matschig war das Gelände, als wir nach einer Kanufahrt beim Dschungel ankommen. Der Regen hörte bald auf und wir genossen die entspannte Wanderung durch die Natur. Saftiges Grün um uns herum und ab und zu kleine Frösche und Spinnen. Es war wirklich toll und hätten noch lange weiter den Dschungel erkunden können.

Nach unserem Picknick zum Mittag fahren wir mit dem Boot weiter zum Amazoonico. Eine Auffangstation für illegal gefangene Tiere, die hier wieder aufgepeppelt und dann in die Freiheit entlassen werden. Da wir uns noch immer im Dschungel befinden, können wir die Tiere nicht nur hinter Gittern bestaunen. Auch drumherum war ordentlich was los. Jede Menge Affen bevölkerten die Bäume.

Mit dem Kanu geht es anschließend wieder zurück Richtung Lodge. Als letzte Station - ein letztes kleines Stück wieder im Bus - fahren wir über eine megaenge Brücke. Millimeterarbeit für unseren Fahrer zu einem mehrere hundert Jahre alten Kapokbaum. Man sieht ihn schon von Weitem. Er überragt alle Bäume drumherum um Längen. Was für ein Anblick, wenn man direkt vor ihm steht! Er ist so riesig - kein Foto kann die Dimension einfangen. Ein toller Abschluss dieses Tages voller Natur pur...

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 6 | Tiefe Schluchten und Wasserfälle

Heute machen wir uns auf den Weg ins Amazonas-Tiefland. Unser Ziel ist eine schöne Lodge in Misahuallí. Unterwegs gibt es aber so wahnsinnig schöne Landschaften, sodass wir natürlich auch Stopps einlegen. An einer tiefen Schlucht steigen wir um in eine kleine Seilbahn. Im Affentempo düsen wir über die Schlucht auf die andere Seite. Dort angekommen befinden wir uns umgeben von saftigem Grün und exotischen Pflanzen. Traumhaft!

Nach der Fahrt zurück mit der Seilbahn machen wir uns auf den Weg zum Pailón del Diablo. Einem riesigen Wasserfall mitten im Regenwald, umgeben von hohen Bergen. Der Anblick ist echt atemberaubend!

Danach geht es weiter nach Misahuallí. Wir merken sofort, dass wir uns im Tiefland befinden. Drückende Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit umgeben uns. Die Lodge ist einfach wunderschön. Die Papageien schwirren herum und wir genießen die Zeit dort bei einem kleinen Spaziergang auf dem Gelände der Lodge. Wir lassen den Abend ganz entspannt ausklingen und freuen uns schon auf den nächsten Tag. Dann geht es mitten rein in den Nebelwald am Fluss Napo. Ganz stilecht mit Gummistiefeln. ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 4&5 | Inkas und Chimborazo

An Tag 4 machen wir uns von Cuenca auf den Weg nach Guamote. Wir besuchen unterwegs zunächst eine kleine Weberei und anschließend die Ruinen einer Inkastadt in Ingapirca. Am Abend erreichen wir Guamote. Ein kleines Bergdorf der Indigenen, gefühlt mitten im Nirgendwo. Genau meins. ;-)

Wir übernachten im süßen Gästehaus des Schulungszentrums Inti Sisa und besuchen am nächsten Morgen die örtliche Grundschule. Die Kiddies trudelten nach und nach ein und wurden von der Lehrerin herzlich empfangen. Ein guter Start in den Tag.

Wir machten uns anschließend auf den Weg zum Vulkan Chimborazo. Heute stand die erste Wanderung an. Und dann gleich die schwerste. Wir laufen von 4800m bis auf 5000m Höhe. Schon beim Aussteigen aus dem Bus wird einem total schwindelig. Der Sauerstoff war verdammt knapp da oben. Aber erstaunlicherweise gewöhnt man sich relativ gut dran und so liefen wir los. Ich musste so ca. alle 25m Pause machen und erstmal wieder Luft kriegen. Aber nach gut einer Stunde habe ich es dann tatsächlich geschafft. Cool! :-D

Auf dem Weg nach unten konnten wir diese unglaublich weite und karge Landschaft bewundern. Süße Vicuñas begegnen uns immer wieder am Straßenrand.

Unser Ziel ist am späten Nachmittag die kleine Stadt Baños, idyllisch in einem Tal gelegen, umrahmt von hohen Bergen. Ein tolles Städtchen, wo wir leider nur wenig Zeit hatten, bevor es dunkel wurde. Und so ließen wir den Abend entspannt bei leckerem Essen ausklingen.

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 3 | Cuenca

Heute sind wir in Cuenca unterwegs. Wir fahren zuerst mit unserem Bus hoch auf einen Berg. Von dort oben kann man ganz Cuenca sehen. Allerdings war es etwas diesig. Interessanter waren daher sowohl die Kirche, in der gerade ein Gottesdienst stattfand - und der Stand mit Meerschweinchen am Spieß. Für das Essen nach dem Gottesdienst war also gesorgt. ;-)

Wir fuhren anschließend wieder herunter und besuchten eine Panamahut-Fabrik, bevor wir uns danach zu Fuß durch die Stadt machten. Cuenca erinnert mich irgendwie an Kuba. Diese alten verzierten bunten Häuser. Eine wirklich schöne Stadt, die man zu Fuß wunderbar erkunden kann.

Genau das haben wir an unserem freien Nachmittag auch getan. Angefangen haben wir bei einer Markthalle, wo es so gut wie keine Touristen gibt.

Wir wollten danach eigentlich auf das Dach der Kathedrale. Da es aber Sonntag war, war der Aufgang leider zu. Also machten wir uns stattdessen auf den Weg zu den höher gelegenen Straßen der Stadt. Es war ordentlich heiß, aber wir haben dann einen perfekten Spot für unsere Fotos gefunden. Nur von dort, konnten wir die tollen blauen Kuppeln der Kathedrale gut sehen und fotografieren. Danach war es dann höchste Zeit für ein leckeres Eis. Tripadvisor hatte den Tipp für die beste Eisdiele parat.

Anschließend haben wir uns dann eine weitere Himmelsrichtung für den weiteren Spaziergang ausgesucht, weg vom direkten Stadtzentrum, kreuz und quer durch eine Wohngegend und zurück Richtung Hotel, wo wir direkt dahinter am Fluss noch ein paar Langzeitbelichtungen ausprobiert haben.

Am Abend hat es uns dann erneut ins Raymipampa gezogen. Unser eigentliches Restaurant, was wir ausprobieren wollten, hatte wider Erwarten zu. Aber das Rollo de Pollo war auch an diesem Abend wieder ein Genuss... ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 2 | Durch die Berge nach Cuenca

Am Morgen machen wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Cuenca. Nachdem wir eine kleine Kakao-Plantage besucht haben, fahren wir hoch in die Berge. Der erste Blick auf einen Nebelwald ist atemberaubend. Wir fahren über einen Pass bis auf 4000 Meter Höhe. Als wir dort für einen kleinen Fotostopp anhalten, merken wir sofort, wie dünn die Luft da oben ist. Ein paar Meter laufen und schon dreht sich alles im Kopf. Die baldige Wanderung bis auf 5000 Meter Höhe wird eine echte Herausforderung. :-O

Wir fahren weiter und machen noch einen weiteren Stopp beim El Cajas-Nationalpark. Traumhafte Landschaft mit einem See mittendrin... Doch auch hier ist die Luft wieder verdammt dünn - und so haben wir auch hier unsere Bewegung eher auf ein Minimum beschränkt. Aber um ein paar süße Tierchen und die schöne Landschaft zu fotografieren - dafür hat die Luft gereicht. ;-)

Am Abend erreichen wir Cuenca - und sind spontan verliebt in diese schöne Stadt. Mich erinnerte sie an Kuba. Man sagt, es ist die schönste Stadt Ecuadors. Und im Rückblick auf die gesamte Reise, kann ich das nur bestätigen. Die Vorfreude auf den nächsten Tag, wo wir uns Cuenca anschauen werden, war riesig. Aber erstmal haben wir den Abend bei sehr leckerem Essen ausklingen lassen. TripAdvisor hat uns nicht enttäuscht.  Ich kann Rollo de Pollo (Hähnchenrouladen) im Raymipampa seeeehr empfehlen. *yammi*

mehr lesen 0 Kommentare

Ecuador | Tag 1 | Guayaquil

Wir sind so happy! Nach dem 12stündigen Flug sind wir morgens in Guayaquil gelandet. Unsere Rundreise durch Ecuador und anschließend zu den Galapagos-Inseln hat begonnen. Nach einem kurzen Frühstück sind wir auch direkt zum Stadtrundgang durch Guayaquil gestartet. Direkt hinter unserem Hotel befand sich die Kathedrale - und direkt gegenüber ein kleiner Park voller Leguane, von dem wir bereits vorher im Reiseführer gelesen haben. Damit glühten die Kameras bereits, bevor es so wirklich los ging.

Weiter ging es durch die Stadt Richtung runter zum Fluss Guayas. Während mich die Gebäude der Stadt irgendwie an Kuba erinnerten, fiel mir beim Blick entlang der Uferpromenade spontan Hamburg ein. ;-)

Am Ende der Promenade konnten wir bereits das Ziel unseres Rundgangs sehen. Der Hügel Cerro Santa Ana - gesäumt von bunten alten Häusern und einem Leuchtturm obendrauf. Etwas gemein waren die 444 Stufen bis hoch zum Leuchtturm schon. Es war ordentlich heiß und nach dem langen Flug waren die Beine noch nicht ganz in Schwung. Der Muskelkater der nächsten beiden Tage zeigte das ganz gut. ;-) Der Ausblick von dort oben war aber jede Stufe wert.

Am Nachmittag hatten wir Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Und - na klar - gingen wir direkt wieder zum Leguan-Park und legten uns dort mit den Kameras bewaffnet den Leguanen in den Weg. Sie haben keine Scheu, liegen auf dem Rasen oder auf dem Bürgersteig im Weg herum. Was für ein Anblick!

Nachdem wir uns vom Park loseisen konnten, sind wir noch eine Runde in den Hotel-Pool gesprungen, bevor wir uns auf die Suche nach etwas Essbaren machten. Der Abend endete dann mit dem Rückweg durch einen Regenguss zum Hotel.

mehr lesen 1 Kommentare

Kambodscha | Tag 22 | Phnom Penh

Nachdem wir am Vorabend in Phnom Penh angekommen sind, habe ich es mir im Hotelzimmer "gemütlich gemacht". Ich war den Tag nicht so richtig fit. Ich glaube, mir bekam die Hitze irgendwie nicht.

Am nächsten Tag konnte es aber wieder losgehen. Es ging auf Sightseeing-Tour durch die Stadt. Phnom Penh hat nur wenige Sehenswürdigkeiten. Eine Hauptattraktion ist sicher der Königspalast. Das Areal ist von hohen Mauern umgeben, aber er ist für Besucher zugänglich. Nur wenige Bereiche sind abgesperrt - der König lebt nämlich in genau diesem Palast. Wir haben ihn aber nicht gesehen. ;-))

Die Architektur mit den goldenen und viel verzierten Dächern erinnert mich an die Tempel in Thailand. Ich fand sie damals schon schön.

Im Anschluss besuchten wir den buddhistischen Tempel Wat Phnom. Über eine große Treppe erklimmt man den künstlich angelegten Hügel, auf dem sich der Tempel befindet.

Danach endete bereits unsere Sightseeing-Tour. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Ich habe den restlichen Tag ganz entspannt bei einem megaleckeren Mango-Minz-Smoothie begonnen - und in einem türkischen Restaurant mit einer megaleckeren Pizza ausklingen lassen. ;-)

Tja, und damit war es das schon wieder mit der Reise. Gut drei Wochen sind vergangen und schon geht es am nächsten Morgen Richtung Flughafen. Die Zeit verging so unglaublich schnell und ich könnte schon wieder Urlaub vertragen. ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Kambodscha | Tag 20&21 | Die Tempel von Angkor

Bereits am Tag zuvor haben wir Angkor Wat gestürmt, der wohl bekannteste Tempel von Angkor. Aber nicht nur dieser eine von ca. 1000 Tempeln ist sehenswert. Obwohl wir uns gefühlt unzählige Tempel angeschaut haben, so gleicht doch keiner dem anderem. Dadurch war unsere Tour durch die Tempelanlage total spannend. Glücklicherweise sind wir mit Rikschas von einem Tempel zum nächsten gefahren. Anders wäre diese Flut alter Bauwerke gar nicht zu bewältigen. Das Areal ist so riesig - Wikipedia sagt, es ist ca. 200 Quadratkilometer groß. Einfach beeindruckend, was die Khmer einst erschaffen haben.

Besonders spannend war für mich natürlich auch der Tempel Ta Prohm. Die Würgenfeigen, die sich mitten im Tempel ihren Lebensraum zurückerobern den Tempel umschlingen, sind weltweit bekannt. Ein faszinierender Anblick - leider aber nicht nur für mich. Genauso wie die anderen Tempel wurde auch dieser von wahnsinnig vielen Touristen "gestürmt". Brav standen sie teilweise in Schlangen an, um sich vor einem bekannten Motiv fotografieren zu lassen. Aber gut, die Tempel von Angkor sind weltberühmt. Was habe ich erwartet? ;-))

Dennoch zwei tolle Tage mit unzähligen neuen Bildern auf der Speicherkarte. Weiter gehts zu unserer letzten Station der Reise: Phnom Penh...

mehr lesen 0 Kommentare

Kambodscha | Tag 18&19 | Von der Dorfschule nach Angkor Wat

Nach einer entspannten Nacht in unserer Öko-Lodge haben wir uns vor unserer Weiterfahrt die örtliche Schule besucht. World Insight unterstützt dort den Englisch-Unterricht für die Kinder im Dorf. Bereits von Weitem haben wir lautes "Geschrei" in der Schule gehört. Später stellte sich heraus, dass sie dem Lehrer die Vokabeln nachgesprochen haben. Jeder so laut er nur konnte. :)

Die Kinder haben uns begeistert empfangen und wir haben in der letzten Reihe Platz genommen und beim Unterricht zugeschaut. Sie waren alle so motiviert, das sucht man bei uns wahrscheinlich vergeblich. Ein toller Start in den Tag.

Wir machen uns anschließend auf den Weg nach Battambang. Unterwegs besuchen wir bei Udong den Berg Phnom Oudong, der voll ist mit historischen buddhistischen Stupas. Die Stupas bilden eine Art Nekropole für die früheren Könige Kambodschas. Die Bauten waren toll verziert mit unzähligen Details und kleinen Buddhas. Wirklich wunderschön - allerdings waren wir in praller Sonne zur Mittagszeit dort oben. Es war soooo heiß. Puh... Zum Glück hatte unser Hotel in Battambang einen Pool. Keine 10 Minuten nach unserer Ankunft sind wir schon reingesprungen. ;)

Battambang selbst ist eine ziemlich verschlafene kleine Stadt. Abends ist alles duster, der Nachtmarkt besteht aus fünf kleinen Essensbuden. Das war´s.

 

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Siem Reap. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe zu den Tempeln von Angkor.

Doch unsere erste Station war der Bamboo Train. Diese Wagen mit Motor hinten dran wurden früher genutzt, um die Ernte von den Feldern zum nächsten Ort zu transportieren. Heute werden dafür eher Fahrzeuge auf der Straße eingesetzt. Aber für uns Touris gibt es noch eine Strecke. Wir setzten uns auf die Wagen und rumpelten los. Die Schienen waren so krumm und schief. Der Motor hatte gut PS, sodass wir im Affenzahn bei lauten Geklapper über die Schienen gebrettert sind. Es war echt ein Spaß!

Wir fuhren anschließend weiter Richtung Siem Reap, direkt zum ersten Tempel der Angkor-Anlage. Ich kann allerdings nicht wirklich sagen, welche der unzähligen Tempel es war. Als zweite Station besichtigen wir dann aber den berühmten Angkor Wat. Schon als wir näher kamen, stapelten sich die Unmengen an Touristen. Schon echt Wahnsinn, was da für ein Ansturm herrschte. Aber beeindruckend sind die Bauten schon. Und auch, wenn es die Bilder vielleicht anderes vermuten lassen - die Tempel unterscheiden sich. Andere Steine, andere Figuren und Verziehrungen. Wirklich beeindruckend.

Wir haben uns dann noch von einem Mönch segnen lassen. Ich bin ja nicht gläubig, aber wenn man schon mal da ist... ;)

Als Abschluss des Tages sind wir auf den Tempelberg Bakheng hochgelaufen. Von dort sollte man einen tollen Blick auf Angkor haben. Besonders schön soll es beim Sonnenuntergang sein. Nun ja, einerseits war es bewölkt, also nix mit Sonnenuntergang. Und andererseits sind wir zwei Mal auf dem Plateau im Kreis gelaufen, bis wir dann irgendwo ganz klein zwischen Bäumen in der Ferne Angkor Wat entdeckt haben. Der Aufstieg hatte sich also nicht wirklich gelohnt. ;)

Wir sind dann zu unserem Hotel gefahren. Und es hatte einen wunderbaren Pool, den wir auch in der Dunkelheit noch geentert haben. Die perfekte Abkühlung...

mehr lesen 1 Kommentare

Kambodscha | Tag 17 | Dorfleben abseits der Touristenpfade

Wir verabschieden uns von Saigon und machen uns auf den Weg zur Grenze nach Kambodscha. Mit einem extra Dollar hier und zwei extra Dollar da, haben wir den Grenzübergang recht schnell hinter uns gebracht. ;)

Mit einem kleinen Bus - ab jetzt besteht unsere Gruppe nur noch aus 11 Leuten - machen wir uns auf den Weg. Unser Ziel ist die World Insight Eco Lodge im kleinen Dorf Prasat. Kurz vor dem Ziel geht es aber nicht mehr mit dem Bus, sondern in einem kleinen Holzboot weiter. Die Angelegenheit war recht wacklig, aber wir haben alle in das Boot gepasst. Wir saßen auf dem harten Holzboden und irgendwann schliefen die Beine ein. Aber es war trotzdem toll, auf dem Fluss entlang zu fahren. Rundherum nur Natur und vereinzelt ein Häuschen.

Dann erreichen wir die Lodge, direkt am Fluss. Und es ist so traumhaft schön. Wir entspannen erstmal ein paar Stunden in der Hängematte. Herrlich...

Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Weg ins Dorf Prasat. Es wird durch den Fluss in zwei Teile geteilt. Wir laufen zum Fluss, wo uns ein Boot auf die andere Seite des Flusses bringt. Laut unserer Reiseführerin war zuvor noch keine Reisegruppe auf dieser Dorfseite. Ob es stimmt? Keine Ahnung. Aber diese riesige Freude und auch Überraschung in den Augen der Dorfbewohner lässt vermuten, dass dort wirklich so gut nie "Fremde" hinkommen. Bei schöner Abendsonne spazieren wir durchs Dorf. Die Kinder rennen uns begeistert hinterher und finden es toll, von uns fotografiert zu werden. Wir sind die Attraktion des Tages.

Es ist so wunderschön, durch Prasat zu laufen, abseits aller Touristenpfade. Wir genießen jeden Moment und beobachten die Einwohner bei ihrer Routine. Sei es, die Kinder zu hüten, Heu zusammen zu kehren oder die Kühe im Fluss zu waschen. Ich bin hin und weg - genau solche Momente sind mir auf Reisen die liebsten. Das "echte" Leben abseits der Touristenpfade. Ein Traum...

Kurz vor Sonnenuntergang kehren wir zur Lodge zurück. Dort erwartet uns ein fantastisches Abendessen, gekocht von der Familie nebenan, die sich um die Gäste kümmern, wenn sie in der Lodge übernachten. Es ist ein schöner entspannter Abend und wir freuen uns auf die Nacht im Freien. Die offenen Bambushütten sind toll. Geschützt vom Moskitonetz hören wir die verschiedensten Geräusche von den Tieren der Nacht. Ich habe gut geschlafen... ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 15&16 | Chinatown, Floating Market und Riesen-Buddhas

Bevor wir uns auf den Weg ins Mekong-Delta machen, machen wir zu Fuß erst noch eine kleine Tour durch das chinesische Viertel Saigons. Es ist nicht zu vergleichen mit den "Chinatowns" dieser Welt. Sooo auffällig ist das chinesische Viertel nicht. Dennoch ist die Tour sehr schön. Wir sind abseits der Touristenpfade unterwegs, schlendern über einen großen Markt und besuchen einen alten Tempel. Vor lauter Weihrauch tränen uns beinahe die Augen. Über uns hängen unzählige Weihrauch-Räucher-"Kringel".

Nach knapp drei Stunden Fahrt kommen wir in der Stadt Vinh Long im Mekong-Delta an. Nachdem wir uns auch hier in sengender Hitze einen Markt angeschaut haben, machen wir uns mit dem Boot auf den Weg zu unserer Home Stay-Unterkunft. Wir legen zuerst aber noch einen Zwischenstopp auf einer kleinen Insel an. Während sich meine Mitreisenden fleißig für eine Stunde auf dem Fahrrad abstrampeln, habe ich mich am Wasser in der Hängematte auf die faule Haut gelegt. Es war einfach zu verlockend. ;-)

Wir sind weiter ins Gewirr aus Inseln geschippert. Irgendwann sind wir in diese kleinen wackligen Holzboote umgestiegen. Eine Viatnamesin pro Boot hat uns voran gepaddelt. Es war eine absolute Stille in wunderbarer Natur. Total idyllisch.

Auf einer kleinen Insel stiegen wir aus und machten erstmal in einem schönen Bonsai-Garten Pause. Doch dann ging es zu unserer Gastfamilie. Sie alle waren sehr nett und hießen uns herzlich willkommen. Sie haben auf ihrem Grundstück ein Gästehaus, wo wir untergebracht wurden. Natürlich gab es keine Einzelzimmer oder sowas. Die ganzen Mädels aus der Gruppe wurden in einem großen Raum untergebracht. Wir fühlten uns zurückversetzt in die Schulzeit, unterwegs auf einer Klassenfahrt.

Den Abend verbrachten wir herrlich entspannt auf der Terrasse des Haupthauses bei sehr leckerem Essen und ein paar Bierchen. ;-)

 

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu den schwimmenden Märkten von Cai Be. Die schwimmenden Märkte sind eine aussterbende Institution. In einigen Jahren werden die auch jetzt nur noch wenigen Boote komplett verschwinden. Vietnam möchte die Märkte lieber an Land wissen. Es war dennoch ein schöner Ausflug, den wir noch mit dem Besuch eines Handwerkerdorfs abgeschlossen haben.

Zurück an Land in Vinh Long besuchten wir zuerst noch eine kitschig bunte Kirche. Oder ist es ein Tempel? Ich weiß es nicht. Aber alles war kitschig bunt. Gut, muss man mögen...

Anschließend geht es weiter zur Vinh Trang-Pagode. Sie wirkt sehr indisch. Es ist eine schöne gepflegte Anlage mit drei riesigen Buddha-Statuen drum herum. Hier fühle ich mich zurückversetzt nach Thailand. Auch dort gab es diese riesigen Statuen. Ich finde sie toll...

Am Nachmittag sind wir wieder in Saigon angekommen. Hier verbringen wir unsere letzte Nacht in Vietnam. Morgen geht unsere Reise dann in Kambodscha weiter. :-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 13-14 | Saigon - Vietnams New York

Nach entspannten Tagen in Mui Ne machen wir uns auf den Weg nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Der alte Name Saigon klingt aber einfach schöner. ;-)

Saigon boomt. Das sehen wir schon, als wir uns durch den Verkehr in Richtung Innenstadt quälen. Überall werden große Hochhäuser gebaut, voll mit neuen Wohnungen.

Wir beginnen mit einer kleinen Sightseeing-Tour. Das Hauptpostamt, das Rathaus und diesen großen Boulevard, der mich sehr an die Rambla in Barcelona erinnert. Wir sind dort mitten im neuen Zentrum. Moderne Hochhäuser, McDonalds neben Starbucks, noble Hotels neben Designer-Läden. Ich fühle mich ein bisschen wie in New York - außer dass die Straßenschluchten deutlich breiter sind. ;-)

Nachdem wir zum Hotel gebracht wurden, haben wir uns wieder zu Fuß auf den Weg gemacht. Wir sind wieder Richtung Rambla gegangen. Wir liefen auf und ab und haben fast nur nach oben auf die Hochhäuser geschaut. Als es langsam dunkel wurde, haben wir uns in diesen spannenden Plattenbau getraut. Eigentlich handelt es sich um ein Wohnhaus. Aber die Leute sind kreativ und haben die zur Rambla gelegenen Wohnungen und ihre Balkons zu kleinen Bars und Cafés umfunktioniert. Im Treppenhaus muss man aufpassen, dass man die richtige Wohnungstür aufmacht und nicht bei jemandem im Wohnzimmer steht. Im 8. Stockwerk haben wir ein schönes Café gefunden, wo wir auch noch ein Plätzchen auf dem Balkon gefunden haben. Der Ausblick war einfach toll!

Am nächsten Morgen sind wir zu den Tunneln von Cu Chi gefahren. Was die Vietnamesen im Vietnam-Krieg hier für ein ausgeklügeltes Tunnelsystem geschaffen haben, ist schon echt beeindruckend. Mehrere Etagen, alles unterirdisch und sehr beengt. Wir haben uns dann auch tatsächlich getraut, ein Stück durch diese Tunnel zu laufen. Ich bin da eigentlich echt entspannt, aber rund 40 Meter geduckt durch einen engen stockdunklen Tunnel laufen, war schon eine Herausforderung. Die 40 Meter kamen mir soviel länger vor. Ich war froh, als wir wieder Tageslicht gesehen haben. Puh...

Am frühen Nachmittag waren wir wieder zurück in Saigon. Nachdem wir uns in einer Markthalle umgeschaut haben, sind wir wieder in Richtung Rambla gelaufen. Wir wollten in die Aussichtsetage von einem der Hochhäuser. Bewusst sind wir erst am späten Nachmittag dort hoch, damit wir die blaue Stunde und die Nacht "mitnehmen" können. Und wenn man mal von den fotografenfeindlichen Glasscheiben absieht, war es einfach toll da oben.

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 9-12 | Viel Busfahren und Freestyle in Mui Ne

Mein heutiger Reisebeitrag umfasst gleich vier Tage. Denn wir sind wir viel mit dem Bus unterwegs gewesen, sodass nicht allzu viele Bilder entstanden sind. Außerdem hatten wir zwei freie Tage, die viel vom Sonnenbaden und im Meer planschen dominiert waren.

Los ging es von Hoi An nach Quy Nhon. Unterwegs halten wir an sogenannten Cham-Türmen. Die Chams waren eine alte Kultur, die mittlerweile kaum noch existiert. Es gibt nur noch wenige Nachfahren und sie gelten als eine Minderheit in Vietnam. Es gibt jedoch noch einige Bauwerke von ihnen, die bis heute erhalten sind. Unser nächster Halt ist das Dorf My Lai. Dort gab es 1968 im 2. Indochina-Krieg ein grausames Massaker, das Dorf wurde niedergebrannt. Heute ist es für die Einheimischen ein Ort des Gedenkens.

Wir sind anschließend lange mit dem Bus unterwegs und kommen erst abends im Hotel in Quy Nhon an. Wir haben ein Zimmer mit traumhafter Aussicht aufs Meer. Allerdings haben wir leider keine Zeit, ins Wasser zu springen, denn am nächsten Morgen geht es direkt weiter Richtung Nha Trang. 

Damit die Fahrt nicht zu lang wird, halten wir unterwegs ganz spontan in einem Dorf an. Wir laufen durch die einzige kleine Gasse bis zum Meer. Die Einheimischen sind unheimlich freundlich. Für sie sind wir die Attraktion des Tages. Alle lächeln uns freundlich an. Ein toller spontaner Stopp. :-)

Wir machen noch weitere kleine Stopps und laufen über eine Brücke, von der man einen wunderbaren Ausblick auf einen Fluss und kleinen Ort hat. Unzählige Boote liegen in dem Fluss, die Fahrt durch den Fluss dürfte wohl eher einem Slalomlauf ähneln...

Nachmittags kommen wir Nha Trang an. Uns treibt es direkt zum Meer. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang dort und springen immer wieder ins Wasser. Herrlich... Nha Trang selbst ist echt gruselig. Der vietnamesische Ballermann für russische Touristen. Anders kann man es nicht beschreiben. Dementsprechend blieb auch meine Kamera in der Tasche...

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg nach Mui Ne. Wir haben dort zwei Tage zur freien Verfügung. Baden und Entspannen. Es wird toll!

Nachdem wir schon das Meer genossen haben, zieht es uns am Nachmittag aber doch nochmal fort. Wir machen uns zu Fuß auf dem Weg zu einem begehbaren Bachlauf, der zum  vietnamesischen Grand Canyon gepaart mit australischer roter Erde führt. Ich denke, wenn ihr die Bilder weiter unten seht, versteht ihr, wie ich auf diese Beschreibung komme. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Auf dem Rückweg haben wir durch Zufall noch unseren Reiseleiter mit einem anderen Mitreisenden in einem lokalen Restaurant getroffen. Wir haben uns spontan dazu gesetzt und so original vietnamesisch gegessen wie sonst nie wieder auf der gesamten Reise. Gewöhnungsbedürftig, aber doch echt lecker!

Am Abend haben wir uns schnell noch ein paar Fahrräder ausgeliehen. Wir sind nämlich am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang ins nächste Dorf gefahren. Ein Fischerdorf, wo so viel los war, wie es bisher nirgendwo gesehen habe. So viele Menschen direkt am Meer, die Fisch sortieren, verpacken und direkt verkaufen oder wegtragen. Und nach knapp zwei Stunden ist der "Spuk" vorbei und fast alle Leute sind wieder weg. Wir sind den Strand auf und ab gelaufen und haben einfach fasziniert dem Treiben zugeschaut. 

Noch rechtzeitig zum Frühstück sind wir wieder zurück im Hotel. Der Rest des Tages gehörte dann dem Meer und dem Sonnenbad. Entspannung pur...

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 7+8 | Idyllisches Hoi An

Die erste Woche ist schon vorbei. Die Zeit rast und wir machen uns auf den Weg von Hue über den Wolkenpass nach Hoi An. Unterwegs stoppen wir an einem typisch vietnamesischen Friedhof. Das gehört einfach dazu... :-)

Anschließend halten wir noch an einer Lagune, umsäumt von großen Reisfeldern. Ein Fischer ist grad zu Fuß im Wasser unterwegs, um nach dem Fang zu schauen. Die langen schmalen Holzboote lassen vermuten, dass hier morgens oder abends gut was los ist. 

Dann geht es weiter zum Wolkenpass. Es geht richtig hoch in die Berge - zusammen mit vielen weiteren Bussen, die allesamt ganz oben auf dem Pass Halt gemacht haben, damit alle einmal die schöne Aussicht aufs Meer und die Berge genießen können. ;-)

Ab jetzt befinden wir uns im Sommerfeeling. Südlich vom Wolkenpass herrscht tropisches Klima. Es ist warm und die Sonne brennt. Endlich! 

Am Nachmittag erreichen wir in Hoi An. Doch das Sightseeing-Programm startet erst am nächsten Tag. Für den Nachmittag war nämlich eine kleine Fahrradtour zum Meer angesagt. Es liegt nur ein paar Kilometer von Hoi An entfernt. Der Strand ist traumhaft. Wir verbrachten dort eine entspannte Stunde, bevor es wieder zurück ging. Abends konnten wir auf der Suche nach was Leckerem zu Essen bereits einen ersten Blick auf die schöne Altstadt von Hoi An werfen. Wunderschöne kleine romantische Gassen, verziert mit leuchtenden Lampions. Echt schön...

Am nächsten Morgen machen wir uns dann zu Fuß Richtung Altstadt. Die Altstadt ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Und ich kann verstehen warum. Hoi An ist eine süße ruhige Altstadt mit tollen kleinen chinesisch anmutenden niedrigen Häuschen. Es gibt einen Kanal, der irgendwie an Venedig erinnert. Einfach ein toller kleiner Ort.

Unsere erste Station ist der örtliche Markt. Unmengen an Einheimischen boten ihre Waren an und genauso viele Einheimische waren zum Einkaufen dort. Mal wieder ein fotografisches Paradies. ;-)

Danach sind wir weiter durch die Altstadt gelaufen, haben einen Tempel angeschaut und sind über die alte japanische Brücke gelaufen, von der man nicht so genau weiß, wann sie erbaut wurde. Den Nachmittag haben wir zur freien Verfügung und lassen uns bei einem Schaufensterbummel durch die Gassen treiben. Glücklicherweise sind sie tagsüber für den Moped-Verkehr gesperrt, was das Ganze sehr viel angenehmer gemacht hat. 

Den Abend haben wir dann auch wieder bei leckerem Essen und Cocktails in der Altstadt ausklingen lassen.

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 5+6 | Mystisches Hue

Nach der wackligen Fahrt im Nachtzug kommen wir morgens in der alten Kaiserstadt Hue an. Hue war früher einmal die Hauptstadt Vietnams und es gibt viel zu sehen.

Unsere erste Station sind die Kaisergräber aus der Nguyen-Dynastie. Die Anlage hat etwas Mystisches. Auf Treppen und Geländern hinterlässt die hohe Luftfeuchtigkeit ihre Spuren. Vieles ist mit einer leichten Moosschicht bedeckt. In Kombination mit diesen faszinierenden weißen knorrigen Bäume hat dieser Ort etwas Besonderes. Etwas Mystisches...

Wir fahren anschließend mit einem Boot auf dem Parfümfluss zur Thien Mu-Pagode. Die alte Pagode ist ein buddhistisches Kloster und liegt auf einem kleinen Berg. Die Anlage ist echt schön, aber die asiatischen Touristen verstehen es perfekt, sich für ihre Selfies vor jede fremde Kamera zu schmeißen. Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich den 7-stöckigen Turm endlich fotografieren konnte. Es brauchte allerdings erst die mutigen Verjagungskünste von einem unserer Mitreisenden. ;-)

Unser nächstes Ziel ist die Zitadelle mit der verbotenen Stadt. Seit 1993 ist diese riesige Anlage UNESCO-Weltkulturerbe. Noch immer ist man fleißig dabei, die vielen Gebäude zu restaurieren, nachdem die Anlage 1968 in der Schlacht um Hue stark beschädigt wurde. Nach der beinahe schlaflosen Nacht im Zug, bin ich geschichtlich aber etwas ausgestiegen. Sicher ist die Geschichte total spannend, aber ich war einfach kaputt, sodass ich mich nur aufs Fotografieren konzentriert habe. ;-)

 

Am nächsten Tag hatten wir kein Programm und konnten uns auf eigene Faust in Hue umsehen. Wir sind in eine Gegend abseits der Touristenpfade gelaufen. Das Wetter wollte nicht so richtig, aber das bisschen Regen hält uns nicht auf. Wir sind kreuz und quer durch die ganzen Straßen gelaufen. Durch irgendwelche kleinen fast menschenleere Gassen, durch größere Wege mit Markttreiben links und rechts - und immer wieder auch mal ein Stopp unter einem Dach, wenn der Regen mal wieder stärker wurde. Aber es war dennoch ein schöner Tag abseits der Touristenpfade...

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 3&4 | Entspannen in der Halong-Bucht

Heute ging es direkt morgens los in Richtung Halong-Bucht, wo wir zwei Tage auf einem Boot verbringen wollten. Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen kurzen Stopp bei einigen Reisbauern ein.

Mittags bestiegen wir dann unser Hotelschiff. Ich hatte mir eigentlich eine kleine süße Dschunke vorgestellt, aber gut. Wir hatten das Boot für uns alleine und haben es uns bei ein paar Sonnenstrahlen auf den Liegenstühlen gemütlich gemacht. Es waren zwar noch viele weitere Schiffe unterwegs, aber Dank der traumhaften Landschaft haben wir die Fahrt sehr genossen. Nach einiger Zeit erreichten wir unseren Ankerplatz nahe der Hang Sung Sot Höhle. Mit einem kleinen Boot fuhren wir dorthin. Leider war die Höhle total überlaufen. Soviele Menschen auf einen Haufen... Unser Reiseleiter wollte dort im Eiltempo durchmarschieren. Aber wir haben ihn irgendwann einfach laufen lassen und uns Zeit genommen, die vielen Details in der Höhle zu bewundern.

Anschließend ging es zu einem "Nachbarfelsen". Über gefühlt viel zu viele Stufen konnte man zu einem Aussichtspunkt hochstiefeln. Der Ausblick war auch echt fantastisch - aber die Treppen waren schon verdammt anstrengend. ;-)

Danach fuhren wir wieder zurück auf unser Schiff und haben den Abend bei wunderbar leckeren Fisch gemütlich ausklingen lassen.

Bereits ganz früh morgens haben wir dann noch einen kleinen Bootsausflug gemacht. Wir fuhren durch eine Höhle quasi in das Innere eines Felsens. Wie ein See mit hohen Felsen drumherum. Was für eine Landschaft... *träum*

Während wir uns mit dem Schiff auf den Rückweg machten, gab es nochmal eine Portion leckeren Fisch. Wir genossen trotz Nebel und Wolken noch einmal die tolle Natur, bevor es mittags mit dem Bus zurück nach Hanoi ging. Dort verbrachten wir noch einen wunderbaren Nachmittag im quirligen Stadtleben.

Abends ging es jedoch nicht zurück ins Hotel. Stattdessen bestiegen wir den Nachtzug nach Hué. Rund 650 Kilometer in etwa 12 Stunden legten wir zurück. An Schlafen war dabei aber nicht so richtig zu denken. Viel zu wackelig waren die Schienen. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, aber es war ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Besser als jeder Inlandsflug, wie ihn andere Reiseanbieter oft im Programm haben. ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Vietnam | Tag 1&2 | Trubeliges Hanoi

Endlich Vietnam! Na langer Vorfreude sind wir am 25.2. gelandet - gefühlt in einer anderen Welt. Schon der kurze Fußweg zum Hotel in Hanoi war ein kleines Abenteuer. So viel Trubel auf der Straße, alles voller Menschen und vor allem Mopeds. Schnell aber merkt man, dass das irgendwie funktioniert. Einfach loslaufen, die Mopeds weichen schon aus. Man kennt es hier nicht anders. ;-)

Am Tag unserer Ankunft haben wir noch Zeit für uns. Also machen wir uns auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Da unser Hotel super zentral liegt, sind wir quasi schon mitten in der Altstadt und laufen einfach los. Solange wir am Ende die "Spielzeugstraße" wiederfinden, finden wir auch unser Hotel. Schnell merken wir nämlich, dass die Läden in den Straßen bestens sortiert sind. So gibt es ganze Straßen für alles: für Sonnenbrillen, für Kochutensilien, für Unterwäsche, für Klamotten, einfach für alles eigene Straßen. Die Fotomotive sind natürlich unendlich, da sich das ganze Leben an und auf der Straße abspielt. Die Kamera glüht...

Am Abend haben wir nach einem einheimischen Restaurant Ausschau gehalten - ich wollte unbedingt mal eine original viatnamesische Nudelsuppe essen. Ich glaub, das ist echt peinlich, aber ich habe zuvor noch nie so richtig viatnamesisch gegessen. Wurde wohl mal langsam Zeit. Die Herausforderung, mit Stäbchen zu essen, habe ich voll motiviert angenommen. Und irgendwie hat das auch während der gesamten Zeit halbwegs gut funktioniert. :-D

Am nächsten Tag startete dann unser Programm. Los ging es mit dem Besuch des Literaturtempels. Die Anlage wurde 1070 erbaut und diente der Erziehung und Ausbildung der Söhne aus der besseren Gesellschaft. Es ist also kein religiöser Tempel, wie der Name vermuten lässt. Die Anlage war ordentlich voll mit Touristen aber auch mit jungen Viatnamesen, die die Kulisse für Fotos vom eigenen Schul- und Uni-Abschluss nutzten. War lustig, mal den viatnamesischen Fotografen über die Schulter zu schauen. ;-)

Anschließend schauten wir beim Ho-Chi-Minh-Mausoleum vorbei. Die Vietnamesen verehren ihn und nennen ihn liebevoll "Onkel Ho". So erklärte sich auch diese ellenlange Schlange am Mausoleum. Eine Wartezeit von locker zwei Stunden nehmen die Einheimischen gern in Kauf, um einmal kurz ins Mausoleum zu kommen. Uns hat die Außenansicht dann doch ausgereicht.

Danach ging es weiter zum Präsidentenpalast. Der gelbe Bau wurde um 1900 von deutschen Architekten entworfen und wird heute für politische Empfänge genutzt. Die Anlage drumherum ist schon sehr schön, allerdings so überfüllt mit Touristen und Einheimischen, dass wir doch froh waren, dort wieder raus zu kommen. ;-)
Wir haben noch einen kurzen Blick auf die Einsäulen-Pagode geworfen und sind dann weitergefahren. Jetzt kam der spaßige Teil: mit Cyclos haben wir uns durch die Altstadt Hanois chauffieren lassen. Wir saßen gemütlich vorn im Cyclo, während der Fahrer hinten in die Pedale getreten ist. So konnte man auch mal hautnah miterleben, wie man sich auf/in einem Gefährt so mitten im Verkehrschaos fühlt. Erstaunlich!

Nach der Cyclo-Tour sind wir zu Fuß weiter durch die Altstadt gelaufen. Es ging kreuz und quer, über einen Markt und durch viele kleine Straßen. Ich glaube, ohne den Reiseführer wären wir in dem Gewirr etwas verloren gewesen.

Am Abend waren wir noch etwas am Hoàn Kiem See bummeln. Besonders am Wochenende tobt hier abends das Leben. Die Straßen um den See herum werden dann für den Auto- und Mopedverkehr gesperrt. Alles wird zu einer großen Fußgängerzone mit Musik und Tanz. Ein schöner Ausklang der ersten zwei Tage in Vietnam...

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 12-14 | Guardalavaca

An Tag 12 brachen wir zu unserer letzten Etappe auf. Unser Ziel war der Strand von Guardalavaca, wo wir die letzten Tage unserer Rundreise noch einmal die Seele baumeln lassen konnten. Der Tag bestand eigentlich nur aus einer langen Busfahrt mit dem ein oder anderen kurzen Stopp unterwegs, sodass nicht viele Bilder entstanden sind.

Guardalavaca war ein wirkliches Paradies. Auch dieser Name: Guardalavaca! Guardalavaca - das klingt sooooo toll! :-D

Okay, mit unserem Hotelzimmer hatten wir anfangs etwas Pech. Unser müffelndes "Feuchtbiotop" haben wir nach einer Nacht gegen ein normales Hotelzimmer getauscht, so dass wir die letzten Tage auch wirklich genießen konnten. Wir haben in der Sonne gebrutzelt, sprangen ins Wasser und haben wieder in der Sonne gebrutzelt, und sprangen wieder ins Wasser usw. Einfach Entspannung pur...

Am vorletzten Tag haben wir uns mal so richtig sportlich betätigt und sind zwei oder drei Kilometer zu einem kleinen Markt in der Nähe gefahren - das ein oder andere Souvenir wollten wir doch noch mit nach Hause nehmen. Auf der Strecke haben wir wunderbare paradiesische Motive vor unsere Linse gekriegt, das hat sich wirklich nochmal gelohnt.

Am letzten Tag haben wir dem Hotel noch ein paar CUC extra bezahlt, sodass wir bis zum späten Nachmittag unserer Zimmer behalten konnten. So hatten wir noch einmal genug Zeit für eine Runde relaxen am Strand und planschen im Wasser. ;-)
Irgendwann mussten wir dann aber doch raus und haben uns mitsamt Kamera in der Hotelanlage herumgetrieben, um noch ein paar richtige Kitschbilder zu schießen. Was wäre ein Urlaub in der Karibik ohne diese Bilder, oder? ;-)

Damit endet unser Traumurlaub auf dieser wundervollen Insel - viel zu schnell...

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 11 | Boca de Guamá, Santa Clara & Hanabanilla

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Natur, Bootfahren und Che Guevara. Bereits sehr früh morgens haben wir uns auf den Weg nach Boca de Guamá nahe der Schweinebucht gemacht. Wir wollten eine Runde mit den Schnellbooten in eine Lagune fahren und vom Wasser aus eine schön angelegte Hotelanlage inklusive nachempfundenen Indianer-Dorf anschauen. Da öfter mal die Motoren der Boote kaputt sind, kann es schon mal etwas dauern, bis die Touristen und Einheimischen die Bootstour machen können. Wir mussten dann letztlich über 3 Stunden warten, bis wir an der Reihe waren. Und so haben wir die Zeit genutzt und uns die angrenzende Krokodilfarm angeschaut. Das war natürlich recht touristisch, aber die Anlage war ganz schön angelegt. Nach einem sehr frühen Mittagessen konnten wir dann auch endlich die Boote besteigen. Und ja, okay, die Tour war ganz nett, aber auch nicht so übermäßig spannend. Außerdem ging sie letztlich nur so etwa 30 Minuten, so dass sich das Warten nicht soooo gelohnt hat.

 

Wir fuhren weiter nach Santa Clara und besuchten das Mausoleum "Museo y Monumento Memorial Comandante Ernesto Che Guevara", wo Che Guevara seit 1997 begraben liegt, nachdem man seinen Leichnam aus Bolivien rücküberführt hat. Natürlich sind das Mausoleum und Museum ein nationales Denkmal für die Kubanische Revolution und sicher Pflicht für jeden Einheimischen und Touristen.

 

Wir machten anschließend einen kurzen Abstecher in die Innenstadt von Santa Clara und fuhren dann weiter Richtung Stausee Hanabanilla. Schon auf dem Weg dorthin wurde die Landschaft immer schöner - immer höhere Berger, immer grüner - einfach gigantisch schön! Der Bergsee Hanabanilla liegt mitten in der Sierra del Escambray, einem Gebirgszug in Zentral-Kuba. Vom Hotel hatten wir einen direkten Blick auf den See und die unglaubliche Landschaft drumherum. Noch am gleichen Nachmittag hatten wir dann die Gelegenheit, eine Bootstour auf dem See zu machen. Wir waren einfach baff von dieser Vegetation an den steilen Berghängen. Mittendrin im saftigen Grün aus Palmen, Kiefern & Co. waren winzige kleine Hütten zu sehen. Diese Einheimischen können wirklich sagen, dass sie im Paradies leben. Zu den Häusern gibt es keine Straßen, die Infrastruktur besteht aus dem See und einem Boot. Diese Tour war für mich wohl eine der schönsten Bootsfahrten, die ich je gemacht habe. Soooo toll!

 

Am Abend haben wir einen tollen entspannten Abend mit beinahe der gesamten Reisegruppe gehabt. Wir genossen unsere Bierchen und Cocktails und es wurde reichlich spät, bis wir wieder im Hotelzimmer waren. Wir wollten eigentlich schnell ins Bett und dann kam der Stromausfall. Und dieser Blick in die Sterne, keine Geräusche außer den Grillen. Wir standen völlig gebannt auf dem Balkon... Was für ein perfekter Ausklang des Tages. :-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 10 | Havanna

Wir sind noch immer in Havanna. Und bereits an unserem ersten Tag in dieser tollen Stadt wussten wir, dass wir uns an dem freien Vormittag nur abseits der Touristenpfade aufhalten würden. Meistens sind meine Bilder hier in den Reiseberichten deutlich "ausgedünnt" - aber die Bilder, die wir nur einige Hundert Meter von der historischen Altstadt aufgenommen habe, will ich euch komplett zeigen. Wir sehen deutlich, in welch schlechtem Zustand die Häuser und Straßen sind. Trotz aller Armut begegnen die Kubaner uns zwei mit Kameras behangenen Touristinnen total freundlich. "Hola" haben wir in diesem Viertel ziemlich oft gesagt. ;-)

Wir haben uns in den unzähligen Gassen einfach treiben lassen, nahmen jeden spannend aussehenden Weg und tauchten gefühlt immer weiter in das "ursprüngliche" Havanna ein - und waren doch immer nur ein paar Hundert Meter von der Altstadt entfernt...

Ich liebe es, abseits der Touristenpfade unterwegs zu sein, dort, wo andere sich vielleicht gar nicht hintrauen und dann soviel verpassen. Dieser Vormittag in Havanna war eins der absoluten Highlights für mich!

Mittags holt uns die "Touristen-Normalität" wieder ein. Nach einem Mittagessen in der Altstadt fuhren wir zum Anwesen von Ernest Hemingway und ein nahe gelegenes Fischerdorf, wo er sich oft aufhielt.

Am Nachmittag haben wir beschlossen, in Havanna aus dem Reisebus zu springen und noch weiter auf eigene Faust durch Havanna zu streifen, während die übrige Reisegruppe sich auf den Weg ins Hotel machte. Ursprünglich wollten wir zum Malecón, die bekannte Uferpromenade Havannas. Im Vorbeifahren haben wir die Tage zuvor so unzählig viele Ruinen gesehen - die wollten wir uns noch einmal anschauen. Wir sind zunächst aber noch auf Hemingways Spuren "gewandelt" und haben uns im El Floridita ein recht überteuerten und auch nicht besonders guten Daiquiri gegönnt. Wurde Zeit, dass wir uns wieder aus der Altstadt rauswagen und Richtung Malecón laufen. Doch irgendwie haben wir uns in den Straßen Havannas in die falsche Richtung bewegt, sodass der Weg zum Malecón bei der sengenden Hitze doch zu weit war. Also sind wir schließlich in das nächstbeste fahrende Gestell gesprungen und zum Hotel zurück gefahren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie die alten Autos noch fahren. Ich weiß nicht so recht, was das diesmal für ein Taxi war. Es klapperte, stank und der Unterboden wurde extrem heiß. Da waren wohl so einige Löcher im Bodenblech. ;-) Aber wir sind gut angekommen und waren zur Abkühlung noch eine Runde im Hotelpool und haben den Abend dann entspannt ausklingen lassen.

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 9 | Viñales-Tal

Heute ging es von Havanna aus zu einem Tagesausflug in das Viñales-Tal ganz im Westen Kubas. Das Tal und die umliegenden Berge sind wohl eine der schönsten Landschaften Kubas. Hier leben die Menschen vor allem vom Tabakanbau - dabei könnten sie wohl mit dem Tourismus noch sehr viel mehr erreichen. Touristisch ist die Gegend nämlich noch nicht allzu sehr erschlossen, was sich aber sicher auch bald ändern wird.

Wir machten einen ersten kurzen Stopp bei einem der unzähligen Tabakhäuser, in dem die Tabakblätter nach der Ernte aufgehängt und getrocknet werden. Als wir dort waren, war die Tabakernte bereits vorbei, dennoch kann man sich gut vorstellen, was hier los ist, wenn es um die Ernte geht.

Wir fuhren anschließend zur Höhle "Cueva del Indio". Nachdem wir erst du saftig grüne Wildnis eine kleine Treppe hochmarschiert sind, ging es zu Fuß rein in die Höhle. Wir mussten uns stellenweise schon ziemlich dünn machen und ducken, um durch die engen Gänge zu laufen. Und dann tauchte auf einmal ein Unterwasser-Lauf auf, wo bereits ein kleines Motorboot auf uns wartete. Mit dem Boot durch eine Höhle - das hat schon was... Lustiger wurde es, als auf einmal der Strom ausfiel und es wirklich einfach stockdunkel war. Einigen war das etwas unheimlich - ich fand das cool. ;-)
Die Fahrt dauerte nur etwa 10 Minuten, dann kamen wir auf der anderen Seite der Höhle wieder ans Tageslicht. Wir waren umgeben von soviel grün - mehr Natur geht wohl einfach nicht.

Anschließend ging es zu einer riesigen Wandmalerei von dem mexikanischen Künstler Leovigildo González Morillo. Er hat hier um 1960 die Evolutionsgeschichte Kubas auf einem Kalkfelsen verewigt. Durch das feuchte Klima wird die Malerei alle paar Jahre wieder aufgefrischt. Es war schon interessant zu sehen, allerdings fand ich die Landschaft drum herum dann doch überwältigender.

Zum Schluss hielten wir noch an einem Aussichtspunkt auf das Viñales-Tal - was für ein atemberaubender Ausblick! Das Tal ist mit 40 Quadratkilometern riesig und auch die "Elefantenrücken" - die vielen großen Felshügel mitten im Tal - machen es wirklich zu einem tollen Ausflugsziel.

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 8 | Havanna

Juchuu, wir sind in Havanna! Wohl eins der größten Highlights einer Kuba-Rundreise. Wir machen hier für drei Tage halt und können es kaum erwarten, die Stadt zu entdecken.

Unsere erste Station ist der über 50 Hektar große Friedhof "Cementerio Cristóbal Colón". Viele reiche Familien haben hier ihre meist pompösen Grabstätten. Alles ist ganz in weiß gehalten - ein beeindruckender Anblick. Und fotografisch gesehen natürlich ein absolutes Paradies, dass wir dieses Mal sogar ohne einer extra Fotogebühr festhalten durften. Wir haben auf dem Friedhof nur einen kleinen Teil am Eingang um das Mausoleum herum besichtigt - bei 20 Kilometer Straßen über den Friedhof hätten wir hier aber eh mehrere Tage gebraucht. ;-)

Anschließend fuhren wir zum Platz der Revolution mit dem José-Martí-Denkmal und dem Innenministerium am anderen Ende des Platzes. Das Gebäude mit dem riesigen großen Portrait von Che Guevara ist natürlich eines der bekanntesten Postkarten-Motive - mal abgesehen von den Oldtimern, die wir auch in Havanna an jeder Ecke bestaunen konnten.

Nach einem Besuch des Rum-Museums mit anschließender Rum-Verkostung ging es zu Fuß weiter durch die Altstadt Havannas. Prächtige alte Bauten die, soweit es möglich ist, in Schuss gehalten werden, säumen die Gassen und Plätze. Der Staat ist hier, nicht zuletzt wegen des aufstrebenden Tourismus´, extrem bemüht, die Gebäude mithilfe von Spendengeldern aus aller Welt zu erhalten und zu restaurieren. So erstrahlt dieser wunderschöne Stadtteil wieder in altem Glanz und wird auch von entsprechend vielen Touristen angesteuert.

Unser nächstes Ziel an diesem Tag war die Festungsanlage "Fortaleza de San Carlos de la Cabaña" aus dem 18. Jahrhundert. 1959 wurde die Anlage dann von den Guerillatruppen um Che Guevara als Kommandozentrale besetzt. Che Guevaras ehemaliges Büro konnte man so ebenfalls besichtigen.

Eigentlich wollten wir uns anschließend noch das Kapitol Havannas anschauen, doch dann machte uns die Regenzeit einen Strich durch die Richtung. Es schüttete auf einmal wie aus Eimern, sodass wir dann doch direkt zum Hotel gefahren sind.

Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Am Abend holten uns die tollen Oldtimer-Cabrios ab und wir fuhren kreuz und quer durch Havanna zu einem Buena Vista Social Club-Konzert, wo wir der so positiven kubanischen Musik lauschen und mittanzen konnten. Die älteste Sängerin war bereits 96 Jahre alt. Sie wirkte ziemlich zerbrechlich, als sie zur Bühne ging. Doch dann fing sie an zu singen - wir waren baff! Diese Stimme... Wahnsinn! Es war unglaublich gut und die Leute haben gejubelt und auch die alte Dame wirkte plötzlich gar nicht mehr so zerbrechlich. Sie legte sogar ein kleines Tänzchen ein und hatte sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt. Ein tolles Erlebnis, das man auf gar keinen Fall verpassen darf!

mehr lesen 1 Kommentare

Kuba | Tag 7 | Trinidad & Cienfuegos

Uns verschlug zu allererst nach Trinidad. Es ist wohl eine der schönsten Orte auf ganz Kuba. Der Ort ist Weltkulturerbe der UNESCO und hat sich diesen Titel mehr als verdient. Die prächtigen Kolonialbauten zeugen noch immer von der Blütezeit, die vor über 100 Jahren endete, als der Umsatz von Zuckerrohr stark zurückging. Dennoch haben die reichen Plantagenbauern ihre Spuren hinterlassen und eine Stadt mit tollen Plätzen, engen Gassen und unzähligen Kolonialbauten geschaffen. Alles ist sehr gut erhalten und so hat man das Gefühl, durch ein Open Air-Museum zu laufen. Wir haben uns durch die noch menschenleeren Gassen treiben lassen - frei von anderen Touristen. Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt! ;)

 

Unser zweiter Stopp des Tages war die Stadt Cienfuegos. Insbesondere der zentrale Parque José Martí mitten in der Stadt ist von großen und gut in Schuss gehaltenen Gebäuden umrahmt. Ein Gebäude erinnert an das Kapitol in Havanna, ein anderes Bauwerk an eine Miniausgabe des Triumphbogens in Paris. Und direkt am Meer kommen dann Villen zum Vorschein, von denen manch ein Gutbetuchter in Deutschland wohl nur träumen kann. Alles wirkt total pompös. Ob das nun prunkvoll oder kitschig ist, bleibt dem Geschmack überlassen - aber beeindruckend sind diese kleinen Paläste allemal. Nach dem Mittagessen in einer Marina haben wir noch einen kurzen Stopp am Palacio de Valle eingelegt. Gut, es gibt ein paar Stellen mit abgeblättertem Putz, aber man sieht die unglaubliche Detailverliebtheit, die die Schönen und Reichen früher an den Tag gelegt haben.

 

Der letzte Stopp des Tages war - hm, ich weiß nicht genau wo. Jedenfalls konnte man einen Ausflug mit einer alten Dampflok zu einer Plantage machen, den Andrea und ich uns aber "geklemmt" haben. Die Alternative für die Zurückgebliebenen war nämlich eine Pause mit leckerem Kaffee in einer schönen kleinen Anlage mitten im grünen Nirgendwo - für uns viel verlockender. ;-)

 

Die Pause am Pina Colada-Stand, bei dem man den Rum selbst reinmixt, war auf dem Weg zum Hotel in Havanna ein super Ausklang des Tages. *hicks* :-)

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 6 | Camagüey & Sancti Spiritus

Der neue Tag führte uns in die Stadt Camagüey, dessen Altstadt sehr gut erhalten ist. Die vielen schönen Plätze mit den alten Gebäuden sind überall in der Stadt verteilt und werden auch von Autos freigehalten. Was lag also näher, als die Stadt mit Rikschas zu erkunden. Statt sich völlig hilflos in dem riesigen Gassen-Gewirr zu verirren, haben wir uns von einem Platz zum nächsten chauffieren lassen. Die Rikscha-Fahrer hatten echt ihren Spaß dabei - sie haben sich gegenseitig kleine Rennen geliefert und sich manchmal einfach an der vorherfahrenden Rikscha festgehalten und sich ziehen lassen. Die Fahrer haben das natürlich sofort gemerkt und den anderen auf die Finger geklopft.. ;-)

Die Altstadt von Camagüey ist wirklich toll und schön herausgeputzt - mittlerweile zählt die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe. Zudem waren wir gefühlt die einzigen Touristen in der Stadt, so dass wir überall freie Bahn für schöne Bilder hatten. ;-)

 

Nach einem Mittagsstopp fuhren wir nach Sancti Spiritus. Versucht mal, Sancti Spiritus drei Mal hintereinander zu sagen. Ist lustig. :-D

Die Stadt liegt so ziemlich in der Mitte von Kuba. Und ich finde, sie ist sowas von kitschig schön, mehr Kitsch geht gar nicht. Bunte Häuser, farblich immer gut abgesetzt vom nächsten. Dann die knallblau angestrichene Kirche "Iglesia Parroquia del Espíritu Santo", die zugleich die älteste Kirche Kubas ist. Und wenn dann noch ein Oldimer dran vorbei fährt, ist die Fotografenwelt perfekt. ;-)

 

Zwischen Sancti Spiritus und Trinidad liegt das Tal der Zuckermühlen "Valle de los Ingenios". Hier wurde früher viel Zuckerrohr angebaut, nicht zuletzt mit Hilfe unzähliger Sklaven. Um diesen auf die Finger zu schauen, wurde am Haus einer reichen Familie auch extra ein hoher Aussichtsturm errichtet, um von dort die Arbeiter gut im Blick zu haben. Da es mal wieder unsagbar heiß war, sind wir nicht auf den Turm geklettert. Wir haben uns stattdessen lieber das Dorfleben drumherum angeschaut. Außerdem war anschließend noch ein kurzer Stopp an einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Tal geplant. Hier haben wir dann noch ein paar Fotos geschossen.


Unser Hotel in der Nähe von Trinidad lag direkt am Meer und wir hatten einen wahnsinnig tollen Ausblick auf die vielen Palmen und das Meer. Natürlich wollten wir auch kurz eine Runde ins Wasser springen. Das war dann allerdings eher eine Enttäuschung. Umrahmt von aufgeschütteten Felsen war das Meer so brühwarm wie eine Badewanne mit viel zu vielen rumtrinkenden Kubanern - keine Spur von Abkühlung oder Entspannung. Also wieder ab ins Hotelzimmer. Und von dort sahen wir dann eine vom Meer auf uns zukommende große Regen- und Gewitterfront. Glücklicherweise gab es bereits vor dem Gewitter einen dicken Regenguss. Den haben wir dann auf dem Hoteldach in vollen Zügen genossen. Das war eine richtig tolle Abkühlung - sie tat soooo gut und hielt bis zum nächsten Morgen an. Dem abendlichen Gewitter haben wir dann allerdings entspannt vom Balkon aus zugesehen... ;-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 5 | Santa Lucía & La Boca

Der fünfte Tag war unser erster Strandtag während unserer Kuba-Reise. Am wunderschönen Strand von Santa Lucía in der Provinz Camagüey haben wir die Seele baumeln lassen. Erst ´ne Runde ins warme Meer, dann ´ne Runde in der Sonne brutzeln, dann wieder ins Meer usw. Es war einfach herrlich!

Aber den ganzen Tag kann man das irgendwie auch nicht machen. Irgendwann hätte sich bestimmt der erste Sonnenbrand bemerkbar gemacht.

Also haben wir am Vortag noch einen zusätzlichen Ausflug gebucht. Es ging am späten Nachmittag mit Pferdekutschen ins einige Kilometer entfernte Fischerdorf La Boca zum fangfrischen Fisch essen. Ich bin ja nicht so der Riesen-Fisch-Fan, aber ich wollte es mir nicht entgehen lassen und fand auch das unberührte Fischerdorf so spannend. Auf dem Weg zum Dorf haben wir in weiter Ferne noch Flamingos beobachten können. Für gute Fotos waren sie aber einfach zu weit weg. Ich hoffte stattdessen eher auf wundervolle Fotos abseits der Touristenpfade in La Boca.

Als erstes ging es in das "private Restaurant". In Kuba heißt das, man geht ins das Haus einer Familie, vorbei an der Küche, wo schon die Töpfe und Pfannen auf dem Herd standen, und raus auf die kleine Terrasse mit zwei gedeckten Tischen. Dann kamen die großen Platten mit Langusten, Schrimps und gebratenem Fisch. Das Essen war wirklich superlecker!

Anschließend haben wir die noch restliche Zeit genutzt und sind ein bisschen im Dorf umher gelaufen. Es war so fantastisch - einfach wie im Paradies! Aber seht selbst...

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 4 | Über Bayamo nach Santa Lucía

Von Santiago de Cuba haben wir uns heute auf dem Weg zu unserem ersten Bade-Stopp in Santa Lucia gemacht. Unterwegs war eine Pause und Stadtbesichtigung in Bayamo eingeplant, einer kleinen Stadt in der Provinz Granma im Osten Kubas.

Der Morgen begann wettermäßig recht neblig - also keine Chance, nochmal eine Runde im Bus zu schlafen. Die Aussicht auf die satte grüne Landschaft im Nebel war viel zu spannend.

Wir hielten unterwegs kurz an einem Obststand - gefühlt mitten im Nirgendwo. Doch danach ging es direkt weiter nach Bayamo. Zuerst gingen wir in eine Bar, wo man uns mit karibischer Musik unterhalten hat. Gut, es wirkte extrem touristisch, aber es war trotzdem ganz schön. Der 3-Cuc-teure Cocktail war auch ziemlich lecker. ;)

Danach hatten wir genügend freie Zeit, um uns in Bayamo umzuschauen. Irgendwie scheint in der Stadt die Zeit stehen geblieben zu sein. Alles ganz klein und idyllisch. Auf dem Platz der Revolution konnten sich Kinder von Ziegenkarren umher fahren lassen - von irgendwo am anderen Ende war Musik zu hören. Irgendwie war alles total entspannt...

Wir liefen einfach kreuz und quer und bewunderten diese kleine wunderschöne Stadt, die noch frei ist von den großen Touristenströmen. Der Osten Kubas wird von vielen Touristen noch sträflich "vernachlässigt". Es gibt soooo viel zu sehen. Wir genießen einfach die Zeit...

Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel in Santa Lucia. Am nächsten Tag war Relaxen am Strand angesagt. Das Hotel schien etwas überfordert mit den ganzen Touristen - wir mussten rund zwei Stunden warten, bis unser Zimmer fertig war. Also nutzten wir die Wartezeit und haben schon einmal einen Blick auf den Strand geworfen. Wir waren verliebt und freuten uns auf den nächsten Tag! ;)

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 3 | Santiago de Cuba

Tag 3 stand uns voll und ganz für Santiago de Cuba zur Verfügung. Wir waren bereits früh wach und haben zunächst erst einmal den Sonnenaufgang von unserem Hotelbalkon genossen. Da dem Hotel an diesem Morgen scheinbar das Wasser ausging und so das Duschen ausfiel, hatten wir ja noch jede Menge Zeit. Aber wir - und auch alle aus unserer Reisegruppe - haben es locker genommen. ;-)

Unsere erste Station war der große Friedhof Santa Ifigenia. Nicht nur die alle halbe Stunde stattfindende Wachablösung vor dem Mausoleum vom Nationalhelden José Marti, sondern auch die riesige gepflegte Anlage mit den Gräbern ist absolut sehenswert. Marmor soweit man schaut, umgeben die Gräber unbekannter und bekannter Persönlichkeiten. Hier haben wir uns auch zum ersten Mal eine Fotografier-Erlaubnis gegönnt. Das ist etwas, wo die Kubaner ganz genau wissen, wie man an den Touristen verdienen kann. Selbst bei noch so kleinen Museen wollte man dafür immer 5 CUC (=5€) haben. Aber der Friedhof war motivtechnisch einfach zu verlockend, sodass wir die 5 CUC etwas zähneknirschend bezahlt haben.

Anschließend fuhren wir in ein Viertel, das früher nur der betuchten Gesellschaft vorbehalten war. Villen über Villen soweit man schauen konnte. Und doch sah man bei genauerem Hinsehen doch immer wieder, dass das Geld heutzutage knapp ist für die Instandhaltung der prächtigen Bauten. Aber die Kubaner tun, was sie können - und sei es nur einfach ein neuer farbenfroher Anstrich der Fassade.

Wir legten danach einen kleinen Fotostopp auf dem Platz der Revolution ein, bevor wir in die Innenstadt gefahren sind, wo wir Santiago auf eigene Faust erkunden konnten. Wir sind kreuz und quer durch die Straßen gelaufen und bewunderten die zahlreichen Oldtimer und alten kolossalen Gebäude. Auch wenn es einfach unfassbar heiß war, so war das doch schon ein Highlight für uns.

Wir besuchten dann noch die mächtige Festung "Castillo de Morro", die früher die Stadt vor Überfallen von der Wasserseite aus schützte.

Nachdem wir nachmittags noch ein bisschen Zeit im Hotel hatten, war für uns klar, dass wir abends in die Stadt fahren wollten. Wie es der Zufall wollte, war genau heute der Tag, an dem in Santiago der sieben Tage lange Straßenkarneval begann. Die Vorbereitungen haben wir bereits tagsüber sehen können. Los ging es zunächst mit der abenteuerlichen Taxifahrt mit einem alten Auto, von dem ich nicht mehr so recht weiß, was für ein Modell es mal war. Aber die Kiste fuhr und wir kamen kurz nach 9 am Hafen an, wo der Karneval startete.

Unser Ziel war eine der Tribünen direkt an der Strecke. Es war gar nicht so einfach, auf eine Tribüne zu kommen. Als Eintritt wurden nur die kubanischen Pesos (CUP) angenommen, die wir als Touristen nicht haben. Letztlich fanden wir aber eine Art VIP-Tribüne, für die wir dann 5 CUC inklusive zwei Freigetränken bezahlt haben. Dort hatten wir aber auch die Möglichkeit, die Tribüne zu verlassen und uns direkt auf der Strecke zu positionieren. Für ein paar tolle Fotos war das natürlich perfekt. ;-)

Es war ein tolles Erlebnis - am liebsten hätte ich dort noch viel mehr Zeit verbracht. Die Karneval-Strecke ist mehrere Kilometer lang und zieht durch die ganze Stadt. Santiago ist dann eine einzige Partymeile. Da wir am nächsten Morgen aber früh weiterfuhren, haben wir uns bereits gegen 23 Uhr wieder von unseren Taxis abholen lassen.

mehr lesen 0 Kommentare

Kuba | Tag 1&2 | Von Holguín nach Santiago de Cuba

20. Juli - Endlich startet unser Flieger nach Kuba. Schon lange war Kuba auf meiner Wunschreiseliste ganz weit oben. Wir wollten Kuba noch sehen, bevor möglicherweise bald Unmengen amerikanischer Touristen die Insel stürmen. ;-)

Wir haben uns für eine große Rundreise entschieden, die auch Städte im Osten der Insel wie z.B. Santiago de Cuba als Station enthält. Und das war definitiv die richtige Entscheidung - sonst hätten wir tolle Momente verpasst.

 

Wir sind am ersten Tag erst spät abends angekommen. Vom Strand vor unserem Bungalow haben wir kaum etwas geahnt. Erst am nächsten Morgen konnten wir den Blick aufs Meer genießen. Einfach traumhaft in den unendlich vielen Blautönen.

 

Los ging es also mit unserer Rundreise: unsere erste Station war Holguín. Man sagt, Holguín sei die Stadt der Parks. Allerdings galten unsere ersten Fotos den Oldtimern, die für uns ein völlig faszinierender Anblick waren. Wir waren positiv überrascht, dass die Oldtimer nicht nur für die Touristen durch die Gegend fahren. Nein - sie sind für die kubanische Bevölkerung ein ganz "normales" Fortbewegungsmittel - genauso wie die vielen unzähligen Pferdekutschen, die unser Bus gefühlt jeden Kilometer überholt hat. Man merkt, wie seit der amerikanischen Blockade die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Und wir finden es toll! Unser erster Eindruck von Kuba ist einfach fantastisch!

 

In Holguín haben wir dann zu Fuß erstmal nur eine kleine Runde gedreht. Wir wollten mal noch eben schnell auf der nächsten Bank Geld wechseln. Mal eben schnell... Denkste! So einfach geht das nicht. Nicht nur, dass man nur einzeln in die Bank gehen darf. Nein, der Sicherheitsmann vor der Bank lässt uns völlig routinemäßig draußen vor der Bank in der heißen Sonne stehen, weil gerade alle Schalter und Stühle im Wartebereich belegt sind. Nach etwa 40 Minuten hat Andrea es dann doch geschafft, an etwas Geld zu kommen. Wir waren gewarnt für das nächste Mal.
Jedenfalls blieb uns so leider keine Zeit mehr, Holguín noch etwas weiter auf eigene Faust zu erkunden. Aber wir wussten ja, dass noch viele tolle Orte folgen würden...

 

Von Holguín ging es Richtung Santiago de Cuba. Unterwegs legten wir einen Stopp an der Wallfahrtskirche „El Cobre“ ein. Die Landschaft um die Kirche herum ist beeindruckend. Hohe Berge und einfach sagenhaft saftig grün. Die momentane Regenzeit erwies sich bereits jetzt als die perfekte Reisezeit. Im Bus trauten wir uns gar nicht, die Augen zuzumachen - wir könnten etwas von dieser tollen Landschaft verpassen.

 

Nachmittags erreichten wir Santiago de Cuba, die "heimliche" Hauptstadt Kubas. In der Moncada-Kaserne begann die kubanische Revolution, die heute neben einer Schule auch das Museum des 26. Juli beherbergt. Hier legten wir einen Stopp ein, um das Museum zu besichtigen.

 

Anschließend fuhren wir in unser Hotel in Santiago de Cuba. Es lag einige Kilometer von der Stadt entfernt an einem Berghang. Wir hatten eine tolle Aussicht und konnten den abendlichen Regenguss gemütlich auf dem überdachten Balkon genießen. Da wir noch etwas an Schlafmangel litten, sind wir an diesem Abend auch nicht mehr in die Stadt gefahren. Das haben wir uns für den nächsten Abend aufgehoben. Dazu aber mehr in meinem nächsten Bericht. Seid gespannt - es lohnt sich! ;-)

mehr lesen 0 Kommentare

Nach der Flut: Die Kinder von Wudam Al Sahir

Ihre Väter sind Fischer. So wie es ihre Großväter auch waren. Ihre Mütter versorgen die Familien, viele gehen eigenen Jobs nach. Ihre Gesichter sind offen, neugierig und freundlich. So wie die ihrer Eltern und Großeltern: den Kindern von Wudam Al Sahir geht es gut. Dabei haben die schweren Regenfälle von 2013 fast ihren ganzen Ort zerstört. Die Häuser, in denen sie geboren und aufgewachsen sind, sind nur noch Ruinen. Doch neue moderne Gebäude stehen bereits.

mehr lesen 0 Kommentare

Desert waves

0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 7&8 Wudam Al Sahir

An den letzten beiden Tagen haben wir uns - neben Sonne, Strand und Meer - wieder unserem Projekt Wudam Al Sahir gewidmet, über das wir irgendwann später berichten werden.

Aber einige Bilder aus Wudam möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten. An Tag 7 sind wir gleich zum Sonnenaufgang losmarschiert. Unser Ziel waren die Fischer und das morgendliche "Dorfleben". Uns begegneten einige Leute und jede Menge Ziegen. ;-)

Am 8. Tag sind wir nachmittags hingegangen. Es war Freitag, also ein Wochenendtag im Oman und dementsprechend waren viele Leute in Wudam unterwegs. Kinder spielten, die Erwachsenen unterhielten sich oder die Familien trafen sich vor ihren Häusern.

So konnten wir das Leben in Wudam Al Sahir an mehreren Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten erleben - und all das ohne irgendwelche anderen Touristen. Einfach ein wunderbarer Abschluss unserer Reise, die leider viel zu schnell vorbei war...

 

mehr lesen 0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 6 Markttreiben, Nakhl und Al Thowarah

Tag 6 im Oman, das Ende der Reise rückt immer näher...

Zu Beginn besuchten wir einen Fisch- und Gemüsemarkt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht 100%ig sicher bin, in welchem Ort wir waren. Aber ich glaube, es war der Markt in Al Masnaah. Obwohl der Markt nicht soooo groß war, war dort richtig viel los. Viele Einheimische boten ihren frisch gefangenen Fisch an, nachdem die Gastarbeiter die Fische im Rekordtempo ausgenommen und in "mundgerechte" Stücke geschnitten haben. 

Auch beim direkt daneben gelegenen Gemüsemarkt wurde fleißig frische Ware verkauft. Wieder einmal zeigte sich, wie offen und nett die Omanis sind. Bereitwillig stimmten sie zu, als wir fragten, ob wir sie fotografieren könnten. Ein guter Start in den Tag! :-)

Der nächste Stopp des Tages war Nakhl - eine der größten Festungen des Oman. Auf einem Felsen gebaut, sieht man sie bereits von Weitem inmitten von  einem riesigen Palmenmeer und den mächtigen Bergen drumherum. Die Aussicht von der Festung war wirklich beeindruckend und natürlich hatte auch die Festung selbst wieder einiges an schönen Motiven zu bieten.

 

Als schöne Abwechslung ging es als letzte Station zu den heißen Quellen von Al Thowarah, nur ein paar von der Festung Nakhl entfernt. Ich bin immer noch erstaunt, wie sich unser Bus durch die schmale Straße geschlängelt hat. Die Straße war umgeben von Palmen und alten Häusern - ich wäre sie am liebsten entlang gelaufen, es sah sooooo idyllisch aus...

Angekommen an der Quelle sind wir direkt runter zu dem kleinen Wasserlauf, um uns von den Knabberfischen eine Fußmassage geben zu lassen. ;-) Allerdings waren sie sehr faul und wollten im flachen Wasser nicht so recht anbeißen. Vielleicht waren sie immer noch "satt" vom letzten Wochenende. Dann nämlich wird die Quelle von vielen Einheimischen besucht, die hier beim Picknicken einen entspannten Tag genießen.

 

Damit war das Programm am 6. Tag "absolviert" und wir fuhren zurück zum Hotel. Erstaunlicherweise hatten wir nicht das allerbeste Wetter, es zogen Wolken auf und es gab abends sogar ein kleines Gewitter und etwas Regen. Wir haben dann lieber auf den Strand verzichtet und uns auf das Sonnenbad am nächsten Tag gefreut... ;-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 5 Wudam Al Sahir

Am fünften Tag hatten wir komplett frei. Und bei dem tollen Wetter und dem wunderbaren Strand - was lag da näher, als ins Wasser zu springen und danach in der Sonne zu brutzeln. Gesagt, getan. Aber den gaaaaanzen Tag nur am Strand liegen? Nee, wir wollten mehr.

Schon vor unserer Reise habe ich per Google Maps geschaut, was es in der Umgebung des Hotels zu erkunden gibt. Und so sind wir am Nachmittag losmarschiert in den gut einen Kilometer entfernten Fischerort Wudam Al Sahir. Wir wollten das "normale" Leben abseits der Touristenpfade erleben. Aus meiner Reise durch Usbekistan erinnere ich mich da an besondere Momente, die man nur erlebt, wenn man mal um die Ecke der Sehenswürdigkeiten schaut.

 

Und genau so geschah es auch in Wudam. Wir trafen wunderbare nette Leute und fröhliche Kinder. Sie alle waren so freundlich und wir durften sie fotografieren. Wir erlebten noch einiges mehr in Wudam, worüber ich aber irgendwann später berichten werde - das ist eine ganz eigene Geschichte. ;-)

Jedenfalls führten unsere Erlebnisse dazu, dass wir auch in den folgenden Tagen noch zwei weitere Male nach Wudam Al Sahir gelaufen sind.

mehr lesen 0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 4 Nizwa, Jabrin und Hisn Tamah

Der vierte Tag im Oman führte uns nach Nizwa,  eine der ältesten Städte im Oman und kulturelle Hauptstadt. Allerdings ließ der Zeitplan nicht viel mehr zu, als den Souk (Markt) von Nizwa zu besuchen. An jeder Ecke gab es Produkte aus Ton und Silber, für die die Stadt bekannt ist. Auf dem Souk selbst war eigentlich nicht viel los, in einer der Hallen waren nur noch ein Handvoll Stände aufgebaut, ich glaube, wir waren einfach etwas zu spät dort, um so richtig geschäftiges Treiben beobachten zu können.

 

Eigentlich war ein Besuch der Festung vorgesehen, aber unser Reiseleiter versprach uns stattdessen den Besuch einer anderen Festung, die wohl noch schöner ist als die in Nizwa. Wir waren gespannt... ;-)

 

Der nächste Stopp war aber erst einmal das Wüstenschloss Jabrin - ein beeindruckendes Bauwerk. Das Schloss, das eigentlich eher einer Festung gleicht, wurde 1670 im Auftrag des Sultans bin Saif al-Ya'arubi erbaut. Man könnte sich dort drin total verlaufen, alles ist total verwinkelt - spannend! Von der Terrasse aus hat man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf die Landschaft drumherum. Fotografisch gesehen haben wir uns hier auf die vielen tollen Details und Licht-und-Schatten-Spiele gestürzt. Ein Paradies für die Fotofreaks unter uns. ;-)

 

Der letzte Stopp führte uns nun zur Festung von Bahla namens Hisn Tamah (unser "Ersatz" für die Festung von Nizwa). Unser Reiseleiter hat nicht zuviel versprochen! Die Festung ist ein echtes Highlight. Viele Gebäude, die terrassenartig angeordnet sind. Auf den ersten Blick nicht wirklich logisch, aber um früher mögliche Angreifer zu verwirren genau richtig. Sie hätten im riesigen Innenhof gestanden und nicht gewusst, welches der Gebäude sie sich zuerst vornehmen sollen. ;-)

Der Blick von oben war ebenfalls wieder sehr beeindruckend und es war toll, dass wir etwas Zeit hatten, um die verwinkelte Festung auf eigene Faust zu entdecken.

 

Der Tag neigte sich bereits dem Ende und es ging in unser zweites Hotel nach Mussanah, direkt am Golf von Oman gelegen. Da es aber bereits dunkel war, als wir ankamen, blieb uns der Meerblick erst einmal noch bis zum nächsten Morgen verwehrt... ;-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 3 Oase & Wüste

Der nächste Tag sollte uns in den Wadi Bani Khalid und in die Wahiba Sands führen. Bereits kurz nach dem Frühstück sahen wir schon die Geländewagen vor dem Hotel stehen, mit denen es heute auf Tour ging.  Die Vorfreude war bereits riesig!


Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden. Auf den tipptopp-superausgebauten Straßen wäre ich am liebsten selber gefahren.

 

Bevor es in die Wahiba Sands ging, stand noch der Wadi Bani Khalid auf dem Programm. Eine wundervolle Oase in den Bergen mit natürlichen Pools, in denen die Knabberfische an unseren Füßen ganz Arbeit geleistet haben, nachdem wir vorher auf den Felsen umher gekraxelt sind. Leider hatten wir in dem Wadi viel zu wenig Zeit, es wäre ein toller Ort zum Relaxen gewesen. Aber scheinbar hatten einige der Leute aus der Gruppe Hunger und wollten schon einer halben Stunde wieder weiter fahren. Für uns unverständlich... :-/

Anschließend fuhren zu einem der Wüstencamps in den Wahiba Sands. Der Blick auf die hohen Dünen links und rechts war fantastisch; wir konnten die Fahrt durch die Wüste gar nicht erwarten.

Zuerst gab es aber typisch omanisches Mittagessen, super lecker! Auf den arabischen Kaffee danach habe ich aber verzichtet. Für mich als Kaffeejunkie sind mir zuviele Gewürze und zu wenig Kaffee drin. Ich habe die Zeit dann lieber genutzt, außerhalb des Camps ein paar Fotos zu schießen. ;-)

Dann ging es aber endlich los. Nachdem die Fahrer jede Menge Luft aus den Reifen gelassen hatten, um nicht im Sand stecken zu bleiben, ging es rein in die Wüste, kreuz und quer über hohe Dünen - ein irres Erlebnis! Auch unser Fahrer hatte sichtlich Spaß... Er erzählte uns später, dass er aus Nizwa stammt und eigentlich Farmer ist. Ich glaube, für ihn sind die Ausflüge mit den Touristen in die Wüste eine willkommene Abwechslung.

Auf riesigen hohen Dünen hielten wir an und genossen die Aussicht auf die unendliche Weite der Wüste - ein toller Moment! Um uns herum nicht als Sand und eine kleine Nomadensiedlung in einem Tal. Wir hätten ewig dort bleiben können und hätten am liebsten in einem der Wüstencamps übernachtet. Unser Reiseleiter erzählte uns, dass bis vor zwei Jahren auch eine Übernachtung in einem der Camps auf dem Programm stand, aber einige Touristen hätten sich beschwert, dass das zu anstrengend wäre. Wie bitte? Was ist anstrengend daran, in einem befestigten Zelt in der Wüste zu übernachten? Für mich unverständlich und wirklich schade!

Nach der Tour durch die Wüste haben wir noch einen kurzen Stopp bei einer Werkstatt eingelegt, um die Reifen wieder mit Luft zu befüllen und dann ging es wieder zurück Richtung Muscat. Dort sind wir noch etwas auf eigene Faust umher gelaufen (überhaupt kein Problem im Oman!) und haben noch ein Foto von einer Moschee ganz in der Nähe des Hotels geschossen.

Es war ein toller dritter Tag im Oman, auch wenn wir uns mehr Zeit im Wadi und eine Übernachtung in der Wüste gewünscht hätten. ;-)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Traumhafter Oman | Tag 1&2 Maskat

Es wird Zeit, euch endlich etwas über meine Reise durch den Oman zu berichten.

Nun, der erste Tag zählt praktisch nicht, da wir erst mitten in der Nacht in Muscat angekommen sind. Wobei... von einer Sache muss ich euch berichten. Als wir am Flughafen in die Vorhalle hinaus gingen, hatten wir erstmal etwas Bammel. Jede Menge Leute standen um den Ausgang herum - alle sahen so anders, alle hatte so komische Sachen an, alle starrten uns an. Der Anblick von ganz typischen Omanis war erstmal total gewöhnungsbedürftig. Aber die "Angst", wenn man es so nennen will, verflog bereits am nächsten Tag, als wir merkten, wie nett und freundlich die Einheimischen sind. ;-)

 

Der nächste Tag war mit vielen spannenden Zielen gespickt. Zuerst besuchten wir die große Sultan-Qabus-Moschee - die größte Moschee, die der Sultan errichten ließ. Die Anlage ist riesengroß, alles strahlt und glänzt - auch der unfassbar große Swarowski-Kronleuchter. So unglaublich gigantisch - an ein Foto des Innenraums der Moschee ist selbst mit dem Weitwinkel-Objektiv nicht zu denken. Hier hatten wir auch unseren ersten Kontakt mit einem Einheimischen; wir merkten schnell, wie offen und freundlich die Menschen im Oman sind. Bereitwillig stellte er sich für ein Foto zur Verfügung. Anschließend hat auch uns fotografiert - wir sahen so voll affig mit unseren Kopftüchern, dass dieses Foto wohl erstmal nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. ;-)

Anschließend ging es zum Muttrah-Souk, dem ältesten Markt des Oman, idyllisch am Hafen von Maskat gelegen. Wir tauchten ein in die Welt voller 0manischer Waren, überall roch es nach Weihrauch. Besonders angenehm war, dass wir nicht von einen in den anderen Laden gezerrt wurden. Die Händler boten uns ihre Waren an, blieben aber immer auf Abstand und respektierten auch, dass wir nichts kaufen wollten.

Auf dem Markt bemerkten wir auch zum ersten Mal, wie sehr die Omanis ihren Sultan Qabus lieben. Überall hängen Bilder von ihm - drinnen und draußen und auf unzähligen Wimpeln an der Decke des überdachten Souks.

Unser nächster Stopp war das Museum Bait al-Zubair, wo uns der Reiseleiter ein bisschen über die Geschichte des Oman erzählte. Wie viele sicher wissen, sind Museen nicht so mein Ding, aber das gehört halt dazu. Der nächste Stopp am Palast des Sultans, seinem offiziellen Regierungssitz war dann doch wieder spannender für uns. Große Prachtbauten, die eigentlich nur für Staatsbesuche genutzt werden. Alles war wieder blitzeblank sauber und man merkt - das Land hat Geld. ;-)

Am Abend sind wir mit einer Dau an der Küste entlang geschippert. Wir sahen große Bauten und malerische Buchten mit kleinen Dörfern - und auch noch einmal den Palast des Sultans von der Wasserseite aus. Der Sonnenuntergang über den Bergen rundete den Tag perfekt ab.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Venedig - der letzte Tag

 Der letzte Tag in Venedig hat begonnen. Den schönsten Blick auf die Stadt haben wir uns für diesen Tag aufgehoben. Wir sind zur gegenüber vom Markusplatz liegenden Insel San Giorgio gefahren und sind auf den Turm der Kirche San Giorgio Maggiore hoch gefahren. Offenbar ist das auch immer noch ein Geheimtipp, denn es war nur ein Handvoll Leute mit uns oben. Oder vielleicht haben die anderen Touristen einfach keine Lust oder Zeit, mit dem Vaporetto mal schnell rüber zu fahren. Stattdessen stehen sie am Campanile auf dem Markusplatz an und treten sich oben gegenseitig auf die Füße. ;)

Das konnte uns auf San Giorgio nicht passieren. Wir hatten jede Menge Platz unterm Glockenturm und konnten einen wunderbaren Blick auf das Panorama von Venedig genießen.

Allerdings nur solange, bis wir in der Ferne ein Kreuzfahrtschiff entdeckten, dass sich gerade seinen Weg durch Venedig bahnte und Stück für Stück näher kam. Ich bin sicher, die Kreuzfahrttouristen finden das alles ganz toll, aber dieses Bild - das riesige Kreuzfahrtschiff mitten in der idyllischen Lagune wirkt einfach nur völlig fehl am Platz und zerstört die sonst so romantische Aussicht auf Venedig. Gut und gerne könnten die Schiffe auch hinter San Giorgio zum Hafen fahren und so auch die Lagune schützen. Es wird sich zeigen, wer sich am Ende durchsetzt - die Kreuzfahrtgesellschaften oder die Einheimischen.

Auch die Kirche selbst bot so einige schöne Motive, die wir natürlich noch mitgenommen haben, bevor wir draußen noch eine letzte Runde Langzeitaufnahmen gemacht haben.


Zurück auf der anderen Seite nahe dem Markusplatz kam, was kommen musste: die gesamte Touristenschar des besagten Kreuzfahrtschiffes kam gerade an und verstopfte beinahe den Weg zum Markusplatz. Was für Menschenmassen...

Wir sind noch kurz vor dem Ende der Öffnungszeiten in die Basilica di San Marco rein und haben dort eine Runde gedreht. Dank der Erfahrungen meines letzten Venedig-Trips konnten wir die lange Schlange vor dem Eingang umgehen und haben es so noch rechtzeitig rein geschafft.


Abschluss unserer Venedig-Reise war dann noch ein letztes leckeres Eis auf den Stufen am Markusplatz... *yammi*

mehr lesen 0 Kommentare

Morgens um 6 am Markusplatz

Dieser Tag in Venedig war - nun ja - irgendwie komisch und unendlich lang. Mit gegenseitigen *tschakka*-Anfeuerungsrufen haben wir uns am Vorabend ganz ganz ganz fest vorgenommen, am nächsten Morgen um kurz nach 5 aufzustehen, um einmal den Markusplatz beim Sonnenaufgang zu besuchen. Und wenn man/Frau sich etwas ganz ganz ganz fest vornimmt - dann klappt das sogar. Noch immer voller Stolz kann ich nun also Bilder von der morgendlichen blauen Stunde und dem Sonnenaufgang präsentieren.


Wir fuhren mit dem zweiten Vaporetto des Tages über den still vor sich hin fließenden Canal Grande. Diese Stimmung war einmalig schön. Einfach Ruhe pur - mal abgesehen von einem einsamen Motorboot, dass uns entgegenkam.

Angekommen am Markusplatz erwartete uns noch immer nichts als Stille. Nur ganz vereinzelt sah man mal ein paar Leute über den Platz eilen. Selbst der Reinigungstrupp kam erst deutlich nach uns an und machte die Gegend wieder touristentauglich sauber.

 

Die Zeit verging wie im Flug, wir haben insgesamt rund vier Stunden dort verbracht. Wir haben fleißig fotografiert und uns dann noch warme Croissants zum Frühstück gegönnt. Außerdem konnten wir endlich mal - kostenlos - vor einem dieser Cafés in der wärmenden Morgensonne auf dem Markusplatz sitzen. Einfach herrlich und unbedingt zum Nachahmen empfohlen!

Ach übrigens: wer sind die emsigsten Touristen? Richtig, die Asiaten. Die erste Reisegruppe statt um 8 auf der Markusplatzmatte. ;)

 

Nach einer zweistündigen Schlafnachholpause in der Wohnung und mit anschließender Pizza  sind wir wieder losgezogen. Unser Ziel war die Basilica die Santa Maria della Salute, die auch von innen einfach schön ist. Gleich nebenan war ein Palazzo, wo im Innenhof gerade eine Ausstellung stattfand. Die perfekte Gelegenheit, reinzugehen und sich mal so richtig elitär zu fühlen. ;)

 

Anschließend fanden wir noch ein nettes Plätzchen am Wasser, wo wir nochmal ein paar Tageslangzeitbelichtungen ausprobiert haben, bevor wir zurück Richtung Wohnung gelaufen sind. Aber diese lange Tag war damit noch nicht vorbei. Wir hatten uns für diesen letzten Abend nämlich vorgenommen, uns den ganzen Abend auf meinem Lieblingssteg mit perfektem Blick auf die Rialto-Brücke niederzulassen. Zum Glück war er gerade frei und so verbrachten wir mit ´nem Bierchen den ganzen Abend dort. Diesmal auch standesgemäß mit Stativ bewaffnet für die obligatorischen Bilder vom Klassiker. Damit endete dieser laaaange Tag und wir fielen einfach nur noch tot ins Bett.^^

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 4 in Venedig? Nee, auf Murano

 Der Reisebericht vom heutigen Tag fällt eher etwas kürzer aus. Denn nachdem wir durch Cannaregio Richtung Norden von Venedig gelaufen sind, haben wir uns mit dem Vaporetto auf den Weg nach Murano gemacht. Die Nachbarinsel, die besonders für ihre Glaskunst bekannt ist.


Und ganz ehrlich: in Venedig fanden wir diese ganzen Glasprodukte einfach nur kitschig und wir wollten uns die Insel anschauen, ohne an jedem Laden stehen zu bleiben. Aber daraus wurde nix, denn fast jeder dieser unzähligen Läden hatte andere tolle Sachen und wir haben einen nach dem anderen gestürmt. ;)

Wir waren jedoch standhaft und haben außer ein paar einfachen Ketten nichts weiter gekauft. Denn wir hätten die Sachen eh nicht im Gepäck weggekriegt.

Wir sind viel auf Murano umher gelaufen, in die hintersten Gassen der Ecken, wo außer schicken Häusern kein Mensch weit und breit zu sehen war. Immer auf der Suche nach einer richtigen echten Hinterhof-Glasbläserei. Die gibt es aber scheinbar nicht so häufig, denn hat eine ganze Zeit gedauert, bis wir eine gefunden haben. Wir haben also mal reingeschnuppert und blieben auch beim hier sich anschließenden Shop standhaft.


Während der Zeit auf Murano verflog die Zeit nur so. Als wir wieder an der Vaporetto-Station ankamen, war es schon abends und die Sonne ging fast unter. Wir haben uns dann kurzerhand entschlossen, noch etwas auf der Insel zu bleiben und ein paar Langzeitbelichtungen zu machen.


So gegen 20 Uhr haben wir uns dann doch mal aufs Schiff begeben und sind zum Abschluss einmal rund um Venedig geschippert. Da es mittlerweile dunkel war, haben wir auf die typischen Touristenfotos weitestgehend verzichtet. Ein Stativ auf dem Schiff macht sich dann doch nicht so gut. ;)

mehr lesen 0 Kommentare

Venedig Tag 3 - Vom beschaulichen Castello zur Ponte dell´Accademia

 Für den 3. Tag in Venedig haben wir uns aber nun wirklich das beschauliche Castello vorgenommen. Und damit es sich auch lohnt, sind wir mit dem Vaporetto direkt weiter bis zum Parco delle Rimembranze am Westzipfel vom Venedig gefahren und dann zurück Richtung Castello gelaufen. Da hinten hat man wirklich seine Ruhe, so gut wie kein Tourist weit und breit. Eine echt schöne Gegend...


Dann sind wir endlich im Castello angekommen. Und ich glaube, die Einwohner dort haben jeden Tag Waschtag. Überall hing die frisch duftende Wäsche zwischen den Häusern, nur selten sieht man ein paar Einheimische - mal abgesehen von der kleinen gut besuchten Pizzeria mitten im Viertel. Wir haben uns einfach durch die Gassen treiben lassen und natürlich wie verrückt die Wäsche fotografiert. Es ist einfach ein zu herrliches Motiv. ;))

Castello geht irgendwann in den Stadtteil San Marco über. Dort haben wir uns einen dieser sehr empfehlenswerten Spaziergänge aus dem Reiseführer entlang gehangelt. Dieser endete dann nahe dem Markusplatz, wo wir noch einen kurzen Abstecher in eine Ausstellung der derzeit laufenden Ausstellung "Biennale Architettura" gemacht haben.


Anschließend musste ich mich Martina geschlagen geben. Sie wollte unbedingt auf den von Touristen völlig überlaufenen Markusplatz. Ich habe mich die ganze Zeit davor gegrault. Überhaupt nicht mein Ding, wenn ganze Kreuzfahrtschiffsladungen von Touristen die Gegend stürmen. Aber das gehört wohl einfach dazu. Aber mit einem leckeren Eis war auch das dann zu ertragen. ;)


Es war bereits später Nachmittag und wir machten uns auf Richtung Wohnung. Krönender Abschluss sollte der Blick von der Ponte dell´Accademia sein, von wo man in der Abendsonne einen wunderbaren Blick über den Canal Grande auf die Basilica di Santa Maria della Salute genießen kann.

Gesagt, getan, wir machten uns auf den Weg. Doch bevor wir an der Brücke ankamen, fiel unser Blick auf einen wunderschönen riesigen alten Palast, wo mir eben erst Google Maps gesagt hat, was es ist: das Conservatorio Di Musica Benedetto Marcello. Eine fantastische Architektur mit vielen tollen Details. Einfach wunderbar!


Der Blick von der Ponte dell´Accademia war natürlich traumhaft. Wir blieben dort, bis die Sonne hinter den Häusern verschwand und machten uns dann auf den Weg zurück zur Wohnung.

mehr lesen 0 Kommentare

Venedig Tag 2 - Vom entspannten Cannaregio bis zum Markusplatz

Mit Plänen ist das ja immer so eine Sache. Eigentlich haben wir uns für diesen Tag die Stadtteile Cannaregio und Castello vorgenommen. Aber wie das nun mal so ist: man kommt nicht so recht aus dem Bett, verplempert hier und da Zeit und schon ist der Tag fast rum. Also sah unsere Planänderung wie folgt aus: irgendwann so gegen Mittag Cannaregio unsicher machen, auf dem Weg nach Castello das schicke Ca´d´Oro besichtigen und abends Richtung Markusplatz für ein paar Langzeitaufnahmen. Mangels Zeit wurde Castello gestrichen und auf den nächsten Tag verschoben.

Uns zog es also zuerst in das beschauliche Cannaregio. Ich erinnerte mich noch an meinen letzten Venedigbesuch und hatte Cannaregio als ein ruhiges romantisches Viertel im Norden von Venedig in Erinnerung. Scheinbar unberührte Kanäle und entspannte Atmosphäre im jüdischen Viertel, dem sogenannten Ghetto. Weit und breit waren so gut wie keine Touristen zu sehen, absolut nichts im Vergleich zum trubeligen Markusplatz.

Wir sind ohne Stadtplan durch die kleinen Gassen und über die unzähligen Brücken gelaufen und haben uns schließlich auf dem Campo de Gheto Novo wiedergefunden, einem zentralen Platz im Jüdischen Viertel.


Nach einer kleinen Pause wollten wir zu Fuß Richtung Castello laufen und landeten mitten auf der Strada Nova, DER Einkaufsstraße für Touristen nahe der Rialto-Brücke. Mittlerweile war es schon Nachmittag - also: Castello ist gestrichen, stattdessen sind wir zum Ca´d´Oro gelaufen. Einem prächtigen Palast mit einer tollen Aussicht auf den Canale Grande. Im Ca´d´Oro befindet sich eigentlich ein Museum, was uns ehrlich gesagt aber nicht so sehr interessiert hat. Wir sind dort nur reingegangen, um auf den Balkonen die tolle Aussicht zu genießen und mal einen dieser tollen Paläste von innen zu bewundern. Die 6 Euro Eintritt haben sich jedenfalls gelohnt.


Wir hatten ja vor, abends ein paar Langzeitbelichtungen zu machen. Also sind wir vom Ca´d´Oro über die völlig überfüllte Rialto-Brücke zurück Richtung Wohnung gelaufen, um das Stativ zu holen. Von da sind wir dann das erste Mal mit einem Vaporetto gefahren, dem öffentlichen Nahverkehrsschiff. Angesichts der Menschenmassen am Markusplatz sind wir gleich mal eine Station weiter gefahren und haben uns dort schöne Langzeitmotive gesucht. Ich finde, die Bilder können sich doch sehen lassen, oder? ;)


Auf dem Weg zurück haben wir uns noch schnell eine leckere Pizza besorgt und den Abend entspannt mit Bildersichten verbracht.

Ein schöner Tag in der sommerlichen Glut von Venedig. Aber wir haben es uns ja selbst ausgesucht, wa? ;)

mehr lesen 0 Kommentare

Angekommen in Venedig - und unbewusst back to the roots

Yay, Venedig hat mich wieder. Ich freue mich sehr über den erneuten Städtetrip in diese tolle besondere Stadt. Diesmal bin ich mit Martina unterwegs - und wir haben fotografiert, was das Zeug hielt. :)


Und wieso nun "back to the roots"? Nun, als uns die Vermieterin unserer AirBNB-Wohnung am Piazzale Roma abholte und uns zur Wohnung begleitete, wurde mir erst bewusst, dass diese nur eine Gasse weiter von dem Hotel lag, in dem ich vor einigen Jahren bei meinem ersten Venedig-Urlaub genächtigt habe. War das irgendwie ein Instinkt? Denn ich fand damals die Location perfekt: nahe am Piazzale Roma (Busbahnhof) und sehr zentral mitten in Venedig. Besser hätte es nicht sein können.


Die Wohnung war super, alles war geklärt und so haben Martina und ich abends noch eine kleine Runde "um den Block" gedreht. Ich erkannte Ecken wieder, wo ich auch schon Jahre zuvor stand und Fotos geschossen habe - als wäre ich nie weg gewesen. Praktisch nichts hat sich geändert. Selbst die Boote am Kanal um die Ecke schienen sich seit Jahren keinen Millimeter bewegt zu haben. ;)


Wir sind etwas umher gelaufen, haben ein paar nächtliche Fotos geschossen und sind dann für unsere Verhältnisse relativ früh ins Bett. Die nächsten Tage würden garantiert anstrengend...

mehr lesen 0 Kommentare

Back from Venice

More pictures are coming soon...
More pictures are coming soon...
mehr lesen 0 Kommentare

Tag 10 in Usbekistan - Die Berge hinter Tashkent

Der letzte Tag - Ein krönender Abschluss im Tian Shan-Gebirge

Der letzte Tag vor dem Abflug zurück nach Berlin steht an. Es ist unglaublich, wie die Zeit verflogen ist. Wir nutzen diesen Tag für einen Ausflug in die Berge. Knapp 100 Kilometer hinter Taschkent befinden sich die Ausläufer des Tian Shan-Gebirges. Unser Ziel ist das Wintersportgebiet Chimgan, inklusive einer Fahrt im Sessellift, um den Ausblick über die Berge zu genießen.

 

Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp - die Gegend ist noch saftig grün, wir sind also nicht allzu weit oben. Also weiter gehts.

 

Angekommen in Chimgan erinnern Bauruinen und ein geschlossenes Schwimmbad an bessere sowjetische Zeiten. Oh, was könnte man aus diesem Ort noch alles rausholen. Es wäre sicher ein Urlaubsparadies. Während ein paar Kühe die Straße entlang schlendern, fahren wir mit dem Sessellift aus guter sowjetischer Wertarbeit hoch in die schneebedeckten Berge. Ein wunderbarer Ausblick dort oben. Leider spielt das Wetter nicht so richtig mit und es kündigt sich Regen an. Das macht natürlich die Bilder spannender, aber die Fahrt zurück mit dem Lift nicht unbedingt angenehmer. So waren wir deshalb nur rund eine Viertelstunde oben - aber es hat sich gelohnt.

 

Bereits von dort oben haben wir schon unser nächstes Ziel gesehen: den Charvak-Stausee. Dort angekommen bietet sich ein unglaublich schönes Panorama. Das türkisblaue Wasser, drumherum ein Strand und dahinter die Berge. Hier könnte ich mir die usbekische Hitze wirklich gefallen lassen. Einfach wundervoll!

 

Nach einer Mittagspause machen wir uns auf den Weg zurück nach Taschkent. Nun stand das große Kofferpacken an. Schade eigentlich - die Reise hätte von mir aus gern weitergehen können...

 

Und somit endet hier mein letzter Reisebericht aus Usbekistan. Am nächsten Morgen ging es direkt zum Flughafen und ab nach Hause.

 

Ich danke euch für euer fleißiges Lesen und natürlich dürft ihr euch durch meine Geschichten gerne dazu verführen lassen, in nächster Zeit selbst einmal nach Usbekistan zu reisen. Im Moment ist es als Tourist wunderbar angenehm, denn noch sind die Touristen die Attraktion. Die Einheimischen sind sehr freundlich und die Sehenswürdigkeiten nicht überlaufen. Wer weiß, wie es in einigen Jahren aussehen wird...

 

PS: ich bereite derzeit einen Bildband zu Usbekistan vor, der auch meine Reiseberichte enthalten wird. Also, schaut ab und zu mal auf meine Seite, wenn ihr euch ein Stück Usbekistan nach Hause holen wollt. ;)

 

So, aber jetzt könnt ihr euch endlich die letzten Bilder anschauen:

mehr lesen 1 Kommentare

Tag 9 in Usbekistan - Die Millionenstadt Tashkent

Eine Stadt zwischen Tradition, Moderne und der Sowjetzeit

Taschkent, die Hauptstadt Usbekistans, ist echt so ein Ding für sich. Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob ich diese Großstadt mag oder nicht. Nur ganz vereinzelt zeigen sich Bauten, die an die alten Seidenstraßen-Zeiten erinnern. Aber viel präsenter ist hier die ehemalige Sowjetunion. Noch heute sind rund 70% der Einwohner Russen bzw. deren Nachfahren. So wie Taschkent architektonisch aussieht - so stelle ich mir russische Städte vor. Viele Plattenbauten und eine manchmal wirklich hässliche Architektur, mit der ich nur aus rein fotografischer Sicht warm wurde. Ich wollte neben den vielen tollen Sehenswürdigkeiten wie Moscheen und Koranschule auch die Spuren der Sowjetunion zeigen. In Taschkent gibt es diese Spuren im Überfluss - und so zeige ich heute Bilder von diesen Gebäuden. Ob ihr diese Bauten mögt, dürft ihr selbst entscheiden. ;)

 

Zuerst besuchten wir die Barak Khan Medrese. Ein eigentlich schönes Bauwerk, im Innenhof allerdings geprägt von Souvenirläden. Hier hat man sich ganz offensichtlich bereits auf den Tourismus eingestellt.

 

Wir sind anschließend auf den Alayski Basar gegangen, der direkt neben einer aktiven Koranschule - der Kukeldash-Medrese- liegt, die wir zuvor besucht haben. Tja, es war Mittagszeit, die Sonne brannte und es war wahnsinnig heiß. Dementsprechend war da bei mir die Lust zu fotografieren irgendwie verschollen. Wir haben eigentlich nur nach einem schattigen Plätzchen gesucht und etwas relaxt, sofern das in dem Markttrubel möglich war.

Der anschließende Besuch des Unabhängigkeitsplatzes und dem sich anschließenden Park war dann eine echte Wohltat.

 

Als letztes stand nachmittags der Besuch eines Kunstmuseums statt. Es befand sich mitten in einer Wohngegend und davor standen bereits sechs Reisebusse. Wer weiß, wer da die Strippen gezogen hat, damit alle Touristen dort hingebracht werden. ;) Ich habe mir das jedenfalls geschenkt und bin ein bisschen in der Gegend herumgelaufen und habe auch mal in die Hinterhöfe gelukt. ;)

 

Als wir zurück im Hotel waren, war dahinter laute Musik zu hören. Eine der unzähligen Hochzeiten fand in einer der vielen Hochzeitshallen statt. Die Anzahl der Gäste beginnt bei ca. 600, wenn es denn nur eine kleine Feier ist. Dementsprechend war dort ein riesiger Andrand, jeder ist willkommen, niemand wird "rausgeschmissen", weil man ihn nicht kennt. Und so sind wir nach dem Abendessen mal eben einfach dort reinspaziert und haben das Hochzeitspaar erst auf den zweiten Blick entdeckt. Die beiden sahen nicht so amüsiert aus. Scheinbar sitzen sie fast den ganzen Abend auf einem Podest, von wo aus sie die Gästeschar beobachten. Aber zumindest die Gäste hatten ihren Spaß bei unglaublich lauter Musik, reichlich Essen und weißem Tee - a.k.a. Wodka. ;)

 

Tja, ich glaube, Taschkent ist schon eine spannende Stadt. Aber hier hatten wir definitiv einfach zu wenig Zeit. Ein weiterer Besuch über mehrere Tage wäre bestimmt nicht schlecht, um sich eine Meinung zu bilden...

 

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 8 in Usbekistan - Eine Stadt wie ein Museum

Chiwa, dessen Altstadt von mächtigen Mauern umgeben ist, erinnert sehr an ein Museum. Ein Bau schicker als der andere, alles tipp topp in Schuss, jede Menge Motive. Und trotzdem wirkt Chiwa im Vergleich zu Bukhara und Samarkand wie eine winzig kleine Stadt. Die Sehenswürdigkeiten befinden sich alle innerhalb der Stadtmauern, drumherum tobt das "normale" Leben.

 

Wir laufen kreuz und quer und schauen uns die verschiedenen Gebäude an. Unter anderem eine Moschee mit unzähligen Holzsäulen im Innenraum. Jede sieht anders aus, gespendet von den Gläubigen - und je nach finanziellen Möglichkeiten sind die Säulen mal mehr, mal weniger mit Schnitzereien versehen. Faszierendes Gebäude!

 

Besonders schön ist auch der Toshxauli Palast mit dem an allen Wänden verzierten Innenhof. In der Mitte steht ein Brunnen - alles sehr idyllisch und ruhig. Man merkt nichts vom Trubel außerhalb des Palastes.

 

Nach einer Teepause war Freizeit angesagt. Wir liefen durch die vielen Gassen und landeten auf dem örtlichen Basar. Ojé, wenn das die deutschen Behörden sehen würden: da liegt das rohe Fleisch in der Sonne, der Schuster steht mit seinem Wägelchen auf dem Platz, eine Ecke weiter bastelt jemand Reste von irgendwelchem Elektro-"Schrott" zu etwas Neuem zusammen. Alles sehr entspannt - und es funktioniert!

 

Auf dem Weg zurück zum Hotel traf ich dann die mittlerweile bekannten "Drei Weisen aus Usbekistan". ;) Die drei Herren saßen im Schatten eines Hauses, redeten, beobachteten. Von der anderen Straßenseite aus habe ich sie fotografiert. Natürlich haben sie mich registriert und mich sich zu sich rübergewunken. Ich zeigte Ihnen das Bild und nutzte die Gelegenheit, sie mit Händen und Füßen zu fragen, ob ich sie einzeln fotografieren könnte. Sie nickten und ich legte los. So entstand diese kleine Portraitserie, die mich noch immer begeistert. Jeder strahlt etwas anderes aus, drei Gesichter, drei Geschichten...

 

Nach einer Pause im Hotel kamen wir auf dem Weg zum Abendessen in der Altstadt wieder dort vorbei. Sie saßen noch immer dort und ich habe ihnen die Portraits auf dem iPad gezeigt - sie waren total begeistert! :D

 

Der Abend endete schließlich auf dem Flughafen von Urgensch in der Nähe von Chiwa. Es geht wieder zurück zum Anfang unserer Reise - nach Tashkent.

Ich muss hier auch noch einmal berichten, was man in Usbekistan unter einem "Internationalen Flughafen" versteht:

 

1. er besteht aus 6 Check-in Schaltern
2. die Wartehalle ist ca. 480qm groß
3. es ist immer nur ein Flugzeug auf dem Flughafen, so dass
4. das Flugzeug auf der Start/Landebahn zu einem Ende rollt, sich dort um 180 Grad dreht und dann startet

 

Ich muss immer noch grinsen, wenn ich daran denke. :D

 

mehr lesen 1 Kommentare

Tag 7 in Usbekistan - Die Wüste und ein traumhaftes Chiwa

Ein langer Tag im Bus steht an, die längste Fahrt der Reise mit ca. 400km. Vom Reiseveranstalter wurden dafür satte 12 Stunden angesetzt. Uff! Grund dafür sind die schlechten Straßen. Aber wir haben Glück. Erst kurze Zeit zuvor wurde ein neues Stück Straße eröffnet, was die Fahrzeit wesentlich verkürzt - und wer hat's gebaut? Die Deutschen! Neben einigen anderen Ländern übernehmen sie den Ausbau der wichtigen Verbindungsstraße von Bukhara nach Chiwa. Und die Fahrt zeigte uns, dass das auch bitter nötig war. Eigentlich standen wir fast immer quer zur Straße, um den riesigen Schlaglöchern auszuweichen. Allerdings half auch das nicht wirklich viel... 

Und erstaunlicherweise ist diese endlose Weite der Wüste einfach wundervoll! Ich hätte stundenlang aus dem Fenster schauen können! 

 

Nach einiger Zeit machten wir in dem einzigen Teehaus weit und breit eine frühe Mittagspause. Anschließend hielten wir einige Kilometer weiter an einem Denkmal an, wo vor einigen Jahren mehrere Polizisten umgebracht wurden. Ja, auch in Usbekistan gibt es Gewalttaten - allerdings ist die Kriminalitätsrate extrem gering.

Es gab Tee und Kaffee und anschließend eine kleine Tour zu Fuß durch die Wüste. Nun ja, für mich allerdings eher im Sand sitzend oder halb liegend. Ein fotografisches Paradies, wenn man nur genau hinschaut! Wundervoll!

 

Dann kam irgendwann das neu gebaute Stück Straße und wir waren nach insgesamt 8 Stunden Fahrt in Chiwa angekommen. Rechtzeitig zu diesem traumhaften Abendlicht! Also nichts wie rein in die Altstadt und rauf auf die mächtigen Mauern der Stadt. Ein wunderbarer Ausblick und schöner Vorgeschmack auf den nächsten Tag.

 

Nach dem Abendessen bin ich noch mal eben schnell zurück in die Altstadt, um ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Glücklicherweise lag das Hotel nur ein paar Minuten entfernt. Allerdings war der Rückweg im Dunkeln nur mit der iPhone-Taschenlampe zu bewältigen, denn außerhalb der Stadtmauern war von Straßenbeleuchtung nicht viel zu sehen. ;)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 6 in Usbekistan - Von Haustieren und einem Glücksfall

Der zweite Tag in Buchara

Der zweite Tag in Buchara begann erstaunlich idyllisch. Kreuz und quer ein paar kleine Straßen entlang und dann stand da mittendrin dieses süße knubbelige Gebäude namens Chor Minor. Diese kleine Moschee mit gleich vier Minaretten - sie sieht aus wie eine Mini-Ausgabe des Taj Mahal, oder? Und so mitten im dörflichen Wohngebiet. Da war es wohl auch nicht verwunderlich, dass ein älterer Herr mit seinem "Viehzeug" die Straße entlang gelaufen kommt. Ich fand diese Szene einfach herrlich... :D

 

Wir sind anschließend zur Pilgerstätte - Achtung, kompliziert! - Baha-ud-Din Naqshbandi gefahren. Der Herr mit diesem Namen war der Begründer einer der einflussreichsten und größten muslimischen Orden. Und so vereehrt man ihn bis heute an diesem Pilgerort, wo er auch begraben liegt. Auch hier gab es wieder unzählige Einheimische. Sie besichtigen den Ort und die Mullahs beten scheinbar im Akkord - ein reges Kommen und Gehen dort.

Und dann gibt es da noch diesen heiligen Baum. Ich weiß nicht mehr genau, was ihn so heilig machte, aber es bringt Glück, wenn man drei Mal um ihn herum bzw. drunter durch läuft und die Wünsche mit bloßen Händen in die Rinde reinritzt.

 

Nachdem wir wieder in der Nähe des Hotels am Labi-Hauz-Komplex angekommen sind, wollten wir uns eine Synagoge anschauen. Aaaaaber, leider war sie gerade zu, weil der Rabbi Mittagspause gemacht hat. Also fragte uns der Reiseführer, ob wir uns spontan die jüdische Schule direkt gegenüber anschauen wollen. Und ja, ein echter Glücksfall. Die Türen der Klassenräume rund um den winzigen Innenhof standen offen. Ein Mädchen in der hintersten Reihe hat mich natürlich bemerkt und sich immer wieder zu mir umgedreht. Perfekt für ein Portrait von ihr. Yay!

 

Bis zum Abendessen war noch etwas Zeit, so dass wir noch eine Runde durch die Altstadt drehten. Alles in allem ein entspannter Tag. Auch mal ganz angenehm - denn am nächsten Tag stand die lange Fahrt quer durch die Wüste auf dem Programm. Aber dazu mehr in meinem nächsten Blog-Eintrag. ;)

 

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 5 in Usbekistan - Buchara, die persische Stadt

Beeindruckende Architektur im Überfluss

Der 5. Tag bricht an und die erste Sightseeing-Tour durch Buchara beginnt. Wir starten am Mausoleum der Samaniden, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Ich bin überrascht - keine Mosaike, keine bemalten Fliesen. Stattdessen Muster und Strukturen aus gebrannten Ziegeln. Schlichtheit kann so schön sein... 

 

Ihr kennt Hiobs-Botschaften? Nun, der Prophet soll einer Legende nach nahe des Mausoleums einen Brunnen für die durstige Bevölkerung errichtet haben. Und so hat man um diese Quelle herum mal eben ein weiteres Mausoleum namens Chashma-Ayub (Quelle des Hiob) gebaut. Eher von der schlichten Bauart, aber zumindest von außen trotzdem ganz schön, wie ich finde.

 

Zu meiner Freude sind wir anschließend zu Fuß zum nächsten Spot gelaufen. Einfach mal wieder eine ganz "normale" Straße, ohne Sehenswürdigkeiten, dafür voll mit dem normalen Leben. Fotografisch für mich natürlich super!

 

Am Ende der Straße angekommen, stehen wir vor einem Gebäude mit riesigen Holzsäulen. Wow, schon wieder irgendwie ganz anders. Noch überraschender für mich ist, dass der Bau eine aktive Moschee ist. Keine Kuppeln, kein Minarett weit und breit - ziemlich beeindruckend.

 

Einmal um 180 Grad gedreht taucht dieses große Tor auf, links und rechts davon eine mächtige dicke Mauer. Die Ark-Zitadelle war die Residenz der Khane. Die verschiedenen Gebäude innerhalb der Mauern stehen dicht an dicht, es wirkt wie eine Stadt für sich. Voll mit Leben und vielen vielen Leuten. Allerdings waren auch hier glücklicherweise nur sehr wenige Touristen unterwegs und wir spielten mal wieder Model für die Einheimischen - wie auch schon so oft zuvor. Wir Touristen sind in Usbekistan eine echte Attraktion, wirklich mal eine angenehme Abwechslung im Vergleich zu so vielen anderen Ländern.

 

Wir laufen weiter Richtung Altstadt, wo ein prächtiges Gebäude das andere jagt. Wir haben uns unter anderem zwei ehemalige Koranschulen (Medresen) angeschaut. Im Vergleich zu unseren Lost Places sind die Gebäude aber noch sehr gut in Schuss. ;)

 

Besonders beeindruckend war zum Abschluss der Poi-Kalon-Komplex. Links eine riesige noch aktive Koranschule, rechts die Kalon-Moschee. Eine fantastische Anlage aus dem 15. Jahrhundert. Übrig blieben einst nur noch die Ruinen, aber während der Sowjet-Zeit wurde die Moschee wieder aufgebaut - wirklich mal eine gute Sache...

 

Der Tag war beinahe rum, die Füße taten weh, Schluss für heute! Morgen ist noch ein Tag.

 

Das Abendessen fand an diesem Tag übrigens outdoor in einer ehemaligen Karawanserei statt. Mit Tanz und Live-Musik - und nach vielen leckeren usbekischen Vorspeisen mit:  Spaghetti Bolognese! Perfekt!

 

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 4 in Usbekistan - Berge, Kinder und die Wüste

Über die Berge nach Shahrisabz und durch die Wüste nach Bukhara

Oh, als ich die Bilder für den heutigen Blogeintrag zum 4. Tag in Usbekistan zusammengestellt habe, war mir klar: dieser Tag war mein fotografisches Highlight. Obwohl es eigentlich "nur" eine Fahrt von einer Stadt zur nächsten war, war sie doch so erlebnisreich und fotografisch wertvoll.

 

Zunächst einmal war ich überrascht, als am Morgen anstelle unseres Busses sieben private PKWs samt Fahrer vor dem Hotel standen. Es sollte über einen Pass durch das Serafschan-Gebirge nach Shahrisabz gehen. Allerdings darf diese Straße nicht von Bussen befahren werden. Also alle rein in die Autos und los ging es. Nach kurzer Zeit wurde die Straße schlechter und die Kurven mehr. Und das Wetter spielte heute etwas verrückt - Sonne, Wolken, Wind und Regen. Aber egal, als wir unterwegs oben auf den Bergen eine Harmonie-Pause** eingelegt haben, habe ich mir natürlich gleich die Kamera geschnappt. Und boah, es war stürmisch, es hat geregnet und es war a...kalt. Aber die Bilder dieser 10 Minuten haben für alles entschädigt. Was für eine Landschaft! Und immer wieder erstaunlich, wie man dort in Mini-Hütten oder unter einer Plane leben kann. Selbst nur vorrübergehend wäre das wohl nichts für mich.

 

Unser Zwischenziel Shahrisabz haben wir dann auch recht schnell erreicht. Shahrisabz ist die Geburtsstadt von Timur - ihr wisst schon, dieser Held, der gar nicht so "heldisch" war. Er hat dort seinen Sommerpalast "Oq Saray" errichtet, von dem heute noch Teile des Eingangsportals erhalten sind. Allein dieses Portal erscheint so gigantisch (es war einmal 45 Meter hoch) - ich weiß nicht, wie riesig und prunkvoll wohl dieser Palast einst war. Allerdings glaube ich, dass dieses Riesenrad direkt daneben damals noch nicht dort stand. ;) Perfekt für mich war die Schule dort um die Ecke. Die Kiddies waren so süß und so fröhlich, als sie uns entdeckt haben.

Wir haben uns anschließend noch die Ko´k-Gumbaz-Moschee aus dem 15. Jahrhundert angeschaut. Direkt gegenüber gab es einen Basar, der allerdings von weitem eher einem Flohmarkt glich. Aber dennoch tummelten sich dort unglaublich viele Leute. Einfach wieder mal beeindruckend.

Und wie aus dem Nichts stand dann auf einmal auch unser Bus dort. Er hatte einen doppelt so langen Umweg um die Berge nach Shahrisabz genommen, um uns dann wieder einzusammeln.

 

Es folgte die Weiterfahrt nach Bukhara - und es war das komplette Gegenteil von der Bergtour. Wir fuhren durch vollkommen flaches Land. Um uns herum nichts als Wüste - die Kizilkum-Wüste. Der Kontrast in diesem Land beeindruckt mich!

Und dann entstand einige Zeit später mein Lieblingsbild vom "Wüstenmädchen". Wir hielten mitten im Nirgendwo an, am Straßenrand hatten wir ein paar Kamele gesehen. Die anderen Leute der Reisegruppe blieben am Straßenrand stehen, zoomten sich mit ihren Kameras die Kamele heran - ich lief los und ging nah ran. ;)

Ich schoss so meine Fotos und auf einmal kam dieses Mädchen angelaufen. Ihre Aufgabe war es, auf die Kamele aufzupassen. Mit Händen und Füßen fragte ich sie nach einem Foto. Und dann stand sie dort, völlig in sich ruhend, sehr zufrieden wirkend - faszinierend!

Und dann zeigte sie mit Händen und Füßen, dass sie mich mit einem Kamel fotografieren will. Ich hatte kurz gezögert, ihr aber dann die Kamera um den Hals gehängt und sie hat drauf los geknipst. Echt süß mit anzusehen, wieviel Spaß sie dabei hatte.

 

Viel zu schnell sind wir dann aber wieder in den Bus gestiegen. Wir wollten Bukhara erreichen, bevor es dunkel wurde. Nach einiger Zeit änderte sich die Wüstenlandschaft - rauh und grau irgendwie. In der Ferne waren Fabriken zu sehen - es handelte sich hierbei mal um Förderanlagen für Erdgas und manchmal um Gipsfabriken. Also selbst verschiedene Kontraste in der Wüste innerhalb von vielleicht 100-200 Kilometern. Ich bin schon wieder beeindruckt und völlig begeistert...

 

mehr lesen 0 Kommentare

Tag 3 in Usbekistan

Samarkand - Buntes Markttreiben und ein langer Spaziergang

Ein weiterer Tag in Samarkand bricht an und er war natürlich auch vollgepackt. Weil irgendwo im Reiseprogramm etwas von einer Papier-Manufaktur stand -wovon der Reiseleiter erst gar nix wusste, den Besuch dann aber spontan organisierte- haben wir dort den Tag begonnen. Nunja, genauso wie Museen ist das eher nicht so mein Ding. Also bin ich in diesem kleinen Ort etwas herumgelaufen -viel spannender für mich. Vor allem die "Dorfjugend" mit ihrem gepimpten Lada fand ich herrlich! :D

 
Anschließend ging es zur Bibi-Xanom-Moschee. Das rund 40 Meter hohe Eingangsportal war schon sehr beeindruckend und die Anlage absolut sehenswert. Allerdings war ich dann eher voller Vorfreude auf den sich anschließenden freien Nachmittag für den Besuch des Basars, der sich gleich neben der Moschee befindet. Und wie erwartet, war es ein Paradies fürs Fotografieren. Buntes Markttreiben und zwischendurch ein fetter Sandsturm haben den Besuch echt zu einem Erlebnis gemacht. Hierbei möchte ich einmal erwähnen, dass Usbekistan fast überall sehr sauber ist. Auch die Marktleute haben bereits während dem Sandsturm die Besen geschwungen. Unglaublich...
 
Nach dem Basar war noch etwas Zeit bis zum Abendessen und wir konnten selbst entscheiden, ob wir zurück zum Hotel laufen wollen oder mit dem Bus hingebracht werden. Natürlich habe ich mich in der Hoffnung auf spannende Motive auf den gut drei Kilometer langen Fußmarsch durch Samarkand begeben. Auf diesem Weg konnte man vor allem die -zugegeben eher hässlichen- Bauten aus der Sowjetzeit begutachten. Aber auch das ist Usbekistan und so zeige ich auch diese Seite der Geschichte.
 
Insgesamt war es ein weiterer toller und letzter Tag in Samarkand. Ein längerer Aufenthalt in dieser Stadt wäre sicher nicht verkehrt gewesen, aber vielleicht gibts ja noch ein nächstes Mal - irgendwann... ;)
mehr lesen 0 Kommentare

Tag 2 in Usbekistan

Samarkand - die Oasenstadt

Der 2. Tag in Usbekistan führt uns kreuz und quer durch Samarkand, der über 2700 Jahre alten Oasenstadt an der Seidenstraße. Erste Station war das Gur-Emir-Mausoleum, dass etwa Anfang des 15. Jahrhunderts für Timur gebaut wurde. Timur wird bis heute als Held verehrt - und das, obwohl der Eroberer eigentlich ein eher grausamer Zeitgenosse war, der u.a. auch mal eben 2000 Menschen lebenig einbetoniert hat. Aber gut, Jedem das Seine, oder? ;)

 

Die nächste Station war der Registan, ein prächter Platz, umgeben von drei Koranschulen (Medrasa), der das einstige Zentrum Samarkands bildete und zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Noch heute wird dieser Ort so gut es geht erhalten. So hatte ich dann leider auch das Pech, dass der Platz eine riesige Baustelle war und ich leider nicht alle drei Gebäude auf einem Bild aufnehmen konnte. :/

 

Nach einer kleinen Trachtenvorführung (ja, sowas gehört halt einfach dazu) machten wir uns, mittlerweile war es schon Nachmittag, auf den Weg zur Nekropole Shahi-Sinda. Shahi-Sinda ist ein Komplex aus etwa 20 Gebäuden (Mausoleen etc.) und ist bis heute ein Pilgerort. Viele Einheimische steigen täglich die 40 Stufen zum Hauptbereich nach oben. Einer Sage nach liegt der Prophet Mohammed dort begraben - dementsprechend viele Gläubige waren dort unterwegs. Allerdings zum Glück nur sehr wenige Touristen. ;)

 

Nach dem kurzen Stopp an einem Observatorium, von dem aber nicht mehr so viel zu sehen war, ging es zum Abendessen bei einer einheimische Familie. Ein toller und leckerer Ausklang des Tages.

mehr lesen 1 Kommentare

Tag 1 in Usbekistan

Angekommen - und direkt weiter nach Samarkand

22.04.2014 - Yay, wir sind in Tashkent gelandet. Schon der Landeanflug über dieser riesigen -viel größer als erwarteten- Stadt war ein Erlebnis. Und der Empfang des Reiseleiters am Bus war sehr herzlich. Das hat unsere etwas "nervige" Einreise ins Land nach einer ausführlichen Pass- und Zollkontrolle wieder gutgemacht.

 

Los gehts mit dem Abenteuer Usbekistan, einem Land, von dem ich anfangs nicht einmal wusste, wo es überhaupt liegt. Umgeben von Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan führte einst die berühmte Seidenstraße durch das Land. Die Städte entlang dieser Strecke zeugen mit prächtigen Bauwerken noch heute von diesen Zeiten.

mehr lesen 1 Kommentare

Rush by

mehr lesen 0 Kommentare

Modern Paris

mehr lesen 0 Kommentare

Dreaming of Paris

mehr lesen 0 Kommentare

New pictures from Barcelona - Old treasures from my archive

Mittlerweile ist es mehr als drei Jahre her, seit ich Barcelona einen Besuch abgestattet habe. Diese Stadt ist vor allem mit ihrer Architektur ein Paradies für Fotografen. Leider ist sie auch ein Paradies für Taschendiebe - und ja, auch mich hat es damals erwischt.

Vielleicht ist das der Grund, dass ich die Bilder, die dort entstanden sind, so stiefmütterlich auf meiner Festplatte ignoriert habe.

Aber gestern Abend, ich wollte ein paar neue Presets für Lightroom ausprobieren, habe ich mir die Barcelona-Bilder vorgenommen. Offenbar bin ich über die schlechten Erfahrungen hinweg und ich hatte Spaß, mir die alten Schätze anzuschauen und zu bearbeiten. Und so ist eine schöne Sammlung von Bildern entstanden, die ihr nun hier sehen könnt. Viel Spaß beim Stöbern! :)

 

Hier geht es zu den Bildern aus Barcelona...

mehr lesen 0 Kommentare

Red Wall

mehr lesen 0 Kommentare

New York Traffic

mehr lesen 0 Kommentare

Outside the Box - New York abseits der Touristenpfade

Zugegeben: ich war bisher auch nicht besser!

Vor meinem letzten New York-Trip war ich bereits drei Mal in dieser wunderschönen Stadt, aber erst bei meinem vierten Besuch im Mai 2013 habe ich es geschafft, mich von den Touristenpfaden Manhattans zu lösen und auch einmal in die anderen Stadtteile zu schnuppern.

 

Mit unserer Buchung einer Privatwohnung via airbnb war bereits der Grundstein gelegt. Nicht zuletzt wegen dem günstigen Preis, hat es uns nach Harlem verschlagen. *Boah, in dieses kriminelle Viertel?*, mag mancher denken. Aber hier wird Harlem unrecht getan. Harlem ist ein - zumindest mittlerweile - sicherer Stadtteil nördlich des Central Parks mit einem bunten Multikulti-Flair, mit Leuten aus aller Herren Länder. Wir haben uns nie unsicher gefühlt und haben die Zeit dort genossen.

Obwohl wir zwei Wochen in New York waren, haben wir es leider nicht geschafft, auch mal vielleicht einen ganzen Tag lang Harlem zu erkunden. Aber sicher haben wir hier mehr gesehen, als wahrscheinlich 90% aller anderen New York Touristen. ;)

 

Eine weitere Gelegenheit, "mal raus zu kommen", waren die Treffen mit Erica McDonald, einer Dokumentarfotografin, bei der wir einen privaten Foto-Workshop gebucht haben. Sie lebt in Brooklyn und so bot sich für uns die Gelegenheit, in dieses vorstadtidyllische Park Slope zu gelangen. Familien mit Kindern, soweit man schaut. Eine wunderschöne Ecke, die wir wohl ohne Erica nie entdeckt hätten.

 

Da wir nun bereits auf dem halben Weg zum berühmten Coney Island waren, haben wir uns in die Metro gesetzt und sind dorthin gefahren. Endlich! Ich wollte Coney Island schon immer sehen, aber die etwa 1-stündige Fahrt von Manhattan passte in den früheren 4- oder 5-Tage-New-York-Trips einfach nicht mehr rein. Aber jetzt war die Chance da, und es lohnt sich so sehr. Die Kombination aus Wohnblöcken und alten Vergnügungsparks direkt am Strand ist einmalig schön. So macht ein Sommernachmittag einfach Spaß!

 

Irgendwann hat es uns dann noch nach Williamsburg verschlagen. Eine Gegend in Brooklyn, die ihren ganz eigenen Charme hat. Irgendwie Multikulti, irgendwie alternativ, irgendwie "ursprünglich" - ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es macht Spaß, sich einfach von Straße zu Straße zu hangeln und den Stadtplan mal beiseite zu legen.

 

Also liebe New York-Reisende: traut euch! New York ist soviel mehr als Manhattan zwischen Financial District und Central Park! ;)

 

PS: Und beim nächsten New York-Trip werden dann auch noch Queens und vielleicht auch die Bronx unsicher gemacht...

 

Und hier nun ein paar Bilder...

 

mehr lesen 3 Kommentare

The awesome view

mehr lesen 0 Kommentare

The New York Polaroid Journey

I took my Polaroid camera to New York. All pictures were taken on old original Polaroid films. Enjoy... :)

mehr lesen 0 Kommentare

The New York quick´n´dirty session

Inspired by the book "Deeper Shades" from Andreas Bitesnich I looked at New York in a different way. I call it "quick´n´dirty". ;)

mehr lesen 0 Kommentare

Times Square at night

mehr lesen 0 Kommentare

Loving New York

On the Brooklyn Bridge
On the Brooklyn Bridge
mehr lesen 0 Kommentare

Greetings from New York

Coney Island on a sunny day
Coney Island on a sunny day
mehr lesen 0 Kommentare

A Foggy Day

mehr lesen 0 Kommentare

Hamburg through a Holga lens

mehr lesen 0 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 6 - Der letzte Tag

Der Tag der Rückreise ist da. Leider leider, kann ich da nur sagen. Angesichts der langen Liste war vorher klar, dass wir es nicht schaffen, uns alles anzuschauen. Aber ein halber Tag Paris blieb uns ja noch - der der neue Flughafen in Berlin ja bekanntlich noch immer nicht geöffnet war, wurde unser Rückflug nach hinten verschoben, was uns noch ein paar Stunden mehr in Paris einbrachte.

Und so sind noch ein letztes Mal losgelaufen.

Parallel zum Boulevard de Strasbourg ging es morgens Richtung Süden und es war noch verdammt ruhig auf der Straße. So sieht also Paris am Morgen aus. Einige Leute gehen zur Arbeit, Lieferanten laden ihre Waren aus und ansonsten war Paris irgendwie wie ausgestorben. Aber auch das war mal sehr entspannend.

mehr lesen 0 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 5 - Studenten und Passagen

Tag 5 war vollgepackt mit vielen verschiedenen Locations, wir wollten noch ganz viel sehen und am nächsten Tage sollte es schließlich schon wieder zurück nach Berlin gehen.

 

Angefangen haben wir mit dem Jardin du Luxembourg, einem Park samt Schloss mitten in Paris. Gut, Martina und ich sind wohl beide nicht so die "Schloss-Freaks", also sind wir einfach durch den Park gedüst und Richtung Quartier Latin, dem Studentenviertel rund um die Sorbonne Universität, gelaufen. Wirklich viel los war in dem Park an dem Morgen auch nicht: ein paar Sportler, ein paar Touristen und leere Stühle. ;)

mehr lesen 1 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 4 - Der Eiffelturm

SETE – illuminations Pierre Bideau
SETE – illuminations Pierre Bideau

Am vierten Tag war es endlich soweit, heute sollte es hoch auf den Eiffelturm gehen. Yay, das ultimative Pflichtprogramm für jeden Touri. Und um die ganze Sache komplett zu machen, wollten wir auch mit dem Boot über die Seine schippern.

Doch fangen wir mal am Anfang an:

Los ging es mit einem kurzen Besuch auf der Terasse vom Palais de Chaillot, von wo man einen grandiosen Ausblick auf den Eiffelturm und die Stadt hat. Allerdings ist dort das Licht am Morgen mehr schlecht als recht, so dass es sich nicht wirklich lohnt, davon Fotos zu zeigen.

Also sind wir runtergelaufen Richtung Eiffelturm, vorbei an so süßen alten -oder auf alt gemachten?- Karussells. Und -klar- vor dem Eiffelturm erwarten einen auch schon die Schifffahrt-Ticket-Verkäufer und so haben wir uns direkt drauf eingelassen und haben das nächste Schiff für eine Rundfahrt auf der Seine bestiegen. Da das Schiff nicht allzu voll war, hatten wir super Plätze auf dem Deck und haben uns gemütlich von der Sonne brutzeln lassen, während wir so dahin schipperten. Und klar, ab und zu haben wir auch die Kamera gezückt. ;)

mehr lesen 0 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 3 - Die Seine-Inseln

Tag 3 in Paris stand ganz im Zeichen der Seine-Inseln Île Saint-Louis und Île de la Cité. Ganz besonders hat es mir dabei die Kathedrale Notre-Dame angetan. Vor allem die sog. Grotesken sind ein Augenschmaus und ein wahres Paradies für Fotografen.

Natürlich waren dort Unmengen an Touristen, aber gut, wir sind auch nicht besser. ;) Während vor der Kathedrale Touristen die Spatzen gefüttert haben, sind wir in die Kathedrale reingegangen.

Und wie es der Zufall so will, fand gerade ein Gottesdienst statt. Wirklich jeder Platz war besetzt und die Touristen durften nur außen herum laufen. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten, bis zum Ende des Gottesdienstes zu bleiben und zuzuschauen. Es war schon ein beeindruckendes Erlebnis in dieser mächtigen und so berühmten Kathedrale - auch wenn ich nicht gläubig bin. Und so konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen, einige Fotos zu schießen. ;)

mehr lesen 0 Kommentare

Little break

Jardin du Luxembourg, Paris
Jardin du Luxembourg, Paris
mehr lesen 0 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 2 - Das Kontrastprogramm

Tag 2 in Paris stand im Zeichen extremer Kontraste. Für Vormittag haben wir uns das alte Montmartre vorgenommen und am Nachmittag stand das hochmoderne La Défense auf dem Programm. Von unterschiedlicheren Seiten kann sich Paris wohl kaum zeigen...

I. Montmartre

mehr lesen 0 Kommentare

La Défense

mehr lesen 0 Kommentare

6 Days in Paris - Tag 1

6 Tage Paris mit acht weiteren Fotoverrückten liegen hinter mir - mehr als 1500 Fotos warten nun auf der Festplatte, von mir gesichtet, sortiert und bearbeitet zu werden. Und so bekommt ihr nun Stück für Stück einen kleinen Reisebericht mit einer kleinen Auswahl an Bildern. 

 

Tag 1 besteht üblicherweise aus der Anreise, der Blick aus dem Zug vom Flughafen in die Stadt ließ die Vorfreude immer größer werden. Es ist schon toll, wenn man auf einmal entfernt am Horizont zum ersten Mal den Eifelturm entdeckt und genau weiß, dass man irgendwann innerhalb der nächsten Tage dort oben drauf stehen wird und die Aussicht genießt. :)

 

Obwohl ich erst nachmittags in Paris eingetrudelt bin, blieb noch etwas Zeit, um einen ersten Blick zu wagen. Abends war dann ein erstes Treffen mit den anderen fotoverrückten Paris-Reisenden geplant, die kreuz und quer aus allen Richtungen angereist sind und sozusagen ein kleines VIEW-Usertreffen in Paris abhalten würden.

Der erste Blick fiel auf den am Hotel liegenden Bahnhof Gare de l´est. Da ich vor dem Hotel noch auf meine "Zimmergenossin" Martina gewartet hatte, wurde es erstmal nur ein Bild per iPhone.

Reicht ja auch, schließlich würde ich in den nächsten Tagen die Kamera noch oft genug mit mir herumtragen und wild in der Gegend herumknipsen. ;)

 

Anschließend sind wir einfach in Richtung der Seine-Inseln gelaufen, haben uns die Straße entlang treiben lassen - vorbei an Straßencafés und Geschäften und auch an einer der berühmten Passagen.

mehr lesen 1 Kommentare

Back from Paris

more coming soon... :)
more coming soon... :)
mehr lesen 0 Kommentare

Cologne Classic

0 Kommentare

Featured on the Street Photographer Blog

Times Square, NY
Times Square, NY

Today I´ve been featured on the Street Photographer Blog. I´m sooooo happy about it and I hope you like it.

Have a look: http://streetphotographerblog.wordpress.com

 

A big big ´Thank you´ to Ryan Peacock for featuring me! :D

mehr lesen 1 Kommentare

Social Networks, Communities and Blog