Kuba | Tag 10 | Havanna

Wir sind noch immer in Havanna. Und bereits an unserem ersten Tag in dieser tollen Stadt wussten wir, dass wir uns an dem freien Vormittag nur abseits der Touristenpfade aufhalten würden. Meistens sind meine Bilder hier in den Reiseberichten deutlich "ausgedünnt" - aber die Bilder, die wir nur einige Hundert Meter von der historischen Altstadt aufgenommen habe, will ich euch komplett zeigen. Wir sehen deutlich, in welch schlechtem Zustand die Häuser und Straßen sind. Trotz aller Armut begegnen die Kubaner uns zwei mit Kameras behangenen Touristinnen total freundlich. "Hola" haben wir in diesem Viertel ziemlich oft gesagt. ;-)

Wir haben uns in den unzähligen Gassen einfach treiben lassen, nahmen jeden spannend aussehenden Weg und tauchten gefühlt immer weiter in das "ursprüngliche" Havanna ein - und waren doch immer nur ein paar Hundert Meter von der Altstadt entfernt...

Ich liebe es, abseits der Touristenpfade unterwegs zu sein, dort, wo andere sich vielleicht gar nicht hintrauen und dann soviel verpassen. Dieser Vormittag in Havanna war eins der absoluten Highlights für mich!

Mittags holt uns die "Touristen-Normalität" wieder ein. Nach einem Mittagessen in der Altstadt fuhren wir zum Anwesen von Ernest Hemingway und ein nahe gelegenes Fischerdorf, wo er sich oft aufhielt.

Am Nachmittag haben wir beschlossen, in Havanna aus dem Reisebus zu springen und noch weiter auf eigene Faust durch Havanna zu streifen, während die übrige Reisegruppe sich auf den Weg ins Hotel machte. Ursprünglich wollten wir zum Malecón, die bekannte Uferpromenade Havannas. Im Vorbeifahren haben wir die Tage zuvor so unzählig viele Ruinen gesehen - die wollten wir uns noch einmal anschauen. Wir sind zunächst aber noch auf Hemingways Spuren "gewandelt" und haben uns im El Floridita ein recht überteuerten und auch nicht besonders guten Daiquiri gegönnt. Wurde Zeit, dass wir uns wieder aus der Altstadt rauswagen und Richtung Malecón laufen. Doch irgendwie haben wir uns in den Straßen Havannas in die falsche Richtung bewegt, sodass der Weg zum Malecón bei der sengenden Hitze doch zu weit war. Also sind wir schließlich in das nächstbeste fahrende Gestell gesprungen und zum Hotel zurück gefahren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie die alten Autos noch fahren. Ich weiß nicht so recht, was das diesmal für ein Taxi war. Es klapperte, stank und der Unterboden wurde extrem heiß. Da waren wohl so einige Löcher im Bodenblech. ;-) Aber wir sind gut angekommen und waren zur Abkühlung noch eine Runde im Hotelpool und haben den Abend dann entspannt ausklingen lassen.

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