Tag 5 in Usbekistan - Buchara, die persische Stadt

Beeindruckende Architektur im Überfluss

Der 5. Tag bricht an und die erste Sightseeing-Tour durch Buchara beginnt. Wir starten am Mausoleum der Samaniden, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Ich bin überrascht - keine Mosaike, keine bemalten Fliesen. Stattdessen Muster und Strukturen aus gebrannten Ziegeln. Schlichtheit kann so schön sein... 

 

Ihr kennt Hiobs-Botschaften? Nun, der Prophet soll einer Legende nach nahe des Mausoleums einen Brunnen für die durstige Bevölkerung errichtet haben. Und so hat man um diese Quelle herum mal eben ein weiteres Mausoleum namens Chashma-Ayub (Quelle des Hiob) gebaut. Eher von der schlichten Bauart, aber zumindest von außen trotzdem ganz schön, wie ich finde.

 

Zu meiner Freude sind wir anschließend zu Fuß zum nächsten Spot gelaufen. Einfach mal wieder eine ganz "normale" Straße, ohne Sehenswürdigkeiten, dafür voll mit dem normalen Leben. Fotografisch für mich natürlich super!

 

Am Ende der Straße angekommen, stehen wir vor einem Gebäude mit riesigen Holzsäulen. Wow, schon wieder irgendwie ganz anders. Noch überraschender für mich ist, dass der Bau eine aktive Moschee ist. Keine Kuppeln, kein Minarett weit und breit - ziemlich beeindruckend.

 

Einmal um 180 Grad gedreht taucht dieses große Tor auf, links und rechts davon eine mächtige dicke Mauer. Die Ark-Zitadelle war die Residenz der Khane. Die verschiedenen Gebäude innerhalb der Mauern stehen dicht an dicht, es wirkt wie eine Stadt für sich. Voll mit Leben und vielen vielen Leuten. Allerdings waren auch hier glücklicherweise nur sehr wenige Touristen unterwegs und wir spielten mal wieder Model für die Einheimischen - wie auch schon so oft zuvor. Wir Touristen sind in Usbekistan eine echte Attraktion, wirklich mal eine angenehme Abwechslung im Vergleich zu so vielen anderen Ländern.

 

Wir laufen weiter Richtung Altstadt, wo ein prächtiges Gebäude das andere jagt. Wir haben uns unter anderem zwei ehemalige Koranschulen (Medresen) angeschaut. Im Vergleich zu unseren Lost Places sind die Gebäude aber noch sehr gut in Schuss. ;)

 

Besonders beeindruckend war zum Abschluss der Poi-Kalon-Komplex. Links eine riesige noch aktive Koranschule, rechts die Kalon-Moschee. Eine fantastische Anlage aus dem 15. Jahrhundert. Übrig blieben einst nur noch die Ruinen, aber während der Sowjet-Zeit wurde die Moschee wieder aufgebaut - wirklich mal eine gute Sache...

 

Der Tag war beinahe rum, die Füße taten weh, Schluss für heute! Morgen ist noch ein Tag.

 

Das Abendessen fand an diesem Tag übrigens outdoor in einer ehemaligen Karawanserei statt. Mit Tanz und Live-Musik - und nach vielen leckeren usbekischen Vorspeisen mit:  Spaghetti Bolognese! Perfekt!

 

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