Kuba | Tag 6 | Camagüey & Sancti Spiritus

Der neue Tag führte uns in die Stadt Camagüey, dessen Altstadt sehr gut erhalten ist. Die vielen schönen Plätze mit den alten Gebäuden sind überall in der Stadt verteilt und werden auch von Autos freigehalten. Was lag also näher, als die Stadt mit Rikschas zu erkunden. Statt sich völlig hilflos in dem riesigen Gassen-Gewirr zu verirren, haben wir uns von einem Platz zum nächsten chauffieren lassen. Die Rikscha-Fahrer hatten echt ihren Spaß dabei - sie haben sich gegenseitig kleine Rennen geliefert und sich manchmal einfach an der vorherfahrenden Rikscha festgehalten und sich ziehen lassen. Die Fahrer haben das natürlich sofort gemerkt und den anderen auf die Finger geklopft.. ;-)

Die Altstadt von Camagüey ist wirklich toll und schön herausgeputzt - mittlerweile zählt die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe. Zudem waren wir gefühlt die einzigen Touristen in der Stadt, so dass wir überall freie Bahn für schöne Bilder hatten. ;-)

 

Nach einem Mittagsstopp fuhren wir nach Sancti Spiritus. Versucht mal, Sancti Spiritus drei Mal hintereinander zu sagen. Ist lustig. :-D

Die Stadt liegt so ziemlich in der Mitte von Kuba. Und ich finde, sie ist sowas von kitschig schön, mehr Kitsch geht gar nicht. Bunte Häuser, farblich immer gut abgesetzt vom nächsten. Dann die knallblau angestrichene Kirche "Iglesia Parroquia del Espíritu Santo", die zugleich die älteste Kirche Kubas ist. Und wenn dann noch ein Oldimer dran vorbei fährt, ist die Fotografenwelt perfekt. ;-)

 

Zwischen Sancti Spiritus und Trinidad liegt das Tal der Zuckermühlen "Valle de los Ingenios". Hier wurde früher viel Zuckerrohr angebaut, nicht zuletzt mit Hilfe unzähliger Sklaven. Um diesen auf die Finger zu schauen, wurde am Haus einer reichen Familie auch extra ein hoher Aussichtsturm errichtet, um von dort die Arbeiter gut im Blick zu haben. Da es mal wieder unsagbar heiß war, sind wir nicht auf den Turm geklettert. Wir haben uns stattdessen lieber das Dorfleben drumherum angeschaut. Außerdem war anschließend noch ein kurzer Stopp an einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Tal geplant. Hier haben wir dann noch ein paar Fotos geschossen.


Unser Hotel in der Nähe von Trinidad lag direkt am Meer und wir hatten einen wahnsinnig tollen Ausblick auf die vielen Palmen und das Meer. Natürlich wollten wir auch kurz eine Runde ins Wasser springen. Das war dann allerdings eher eine Enttäuschung. Umrahmt von aufgeschütteten Felsen war das Meer so brühwarm wie eine Badewanne mit viel zu vielen rumtrinkenden Kubanern - keine Spur von Abkühlung oder Entspannung. Also wieder ab ins Hotelzimmer. Und von dort sahen wir dann eine vom Meer auf uns zukommende große Regen- und Gewitterfront. Glücklicherweise gab es bereits vor dem Gewitter einen dicken Regenguss. Den haben wir dann auf dem Hoteldach in vollen Zügen genossen. Das war eine richtig tolle Abkühlung - sie tat soooo gut und hielt bis zum nächsten Morgen an. Dem abendlichen Gewitter haben wir dann allerdings entspannt vom Balkon aus zugesehen... ;-)

 

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